Meine Woche war gefüllt mit viel Arbeit und wenig TV – aber können wir bitte kurz über das Wetter sprechen? Vor wenigen Tagen noch waren es Minusgrade, alles war schneebedeckt und die Jacken und Stiefel konnten nicht warm genug sein. Und nun haben wir zweistellige Temperaturen, die Sonne scheint und die ersten Blumen sprießen aus dem Boden. Das Wetter könnte kaum besser zu der Veröffentlichung des zweiten Teils der vierten Staffel von „Bridgerton“ passen.
Bislang hatte ich in die neue Staffel noch nicht reingeschaut. Doch diese Woche war es schließlich soweit. Mit dem bevorstehenden zweiten Teil, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, habe ich die vierte Staffel begonnen und heute direkt abgeschlossen. Und genau wie das aktuelle Wetter schafft „Bridgerton“ es, richtige Frühlingsgefühle hervorzubringen. Den Start der vierten Staffel fand ich eher etwas schwach, bekommen wir doch eine abgewandelte Cinderella-Story geliefert, die mich zunächst nicht richtig überzeugt hat. Doch mit der fortschreitenden Handlung hat mich die Geschichte schließlich mehr abgeholt. Nicht gefesselt, aber mitgenommen auf die Reise des Benedict Bridgerton, des Außenseiters, der endlich etwas findet, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Dabei gelingt es der Serie vor allem durch ihre Musik, die aufwendigen Kostüme und das tolle Set-Design, eine besondere Stimmung zu erzeugen. Und die ist einfach wohlig.
Zudem haben wir bei „Bridgerton“ endlich wieder das Phänomen, dass zur Veröffentlichung ihrer neuen Staffeln und Folgen ein Gemeinschaftsgefühl verbreitet wird. Denn nicht nur die Netflix-Werbung ist überall zugegen – auch andere Marken springen auf den Zug auf und nutzen die Serie, um Aufmerksamkeit für ihre Produkte zu erzeugen.
Das verstärkt das Gefühl, dass wir uns – obwohl wir die Serie vielleicht alleine schauen, während draußen die ersten Vögel zwitschern – als Teil einer Zuschauer:innengemeinschaft verstehen, die Gefallen an derselben Serie findet. Wohliges Gefühl inklusive. Denn was man der Serie wirklich lassen muss: „Bridgerton“ schafft es, ihre Geschichten mit Charme, Humor und trotz aller vermeintlichen Belanglosigkeit mit Tiefe zu erzählen. Hier geht es nicht nur um die nächste Schönheit, die ihr perfektes Match finden soll – und ja, darum geht es natürlich viel – hier geht es auch darum, zu zeigen, wie Liebe im Alter aussehen kann, die zweite Liebe, Liebe zur Familie, wie Liebe aber auch mit Sorgen und Trauer verbunden ist. Eingebettet in Biscuits, Bonbons und Blumen ist das wirklich ein passender Start in den Frühling für mich gewesen. Hoffen wir nur auf keinen erneuten Wintereinbruch. Denn bis zur nächsten Staffel „Bridgerton“ dauert es nun wieder ein bisschen.





































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