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Soundtrack der Woche #46

Musik in: Game of Thrones S02 (Ramin Djawadi)

SPOILER !!
Michael
25.04.16

Der Titelsong

Official Opening Credits: Game of Thrones (HBO)

Auch dieses Album startet natürlich mit dem bekannten Titelsong, von dem es ja im Internet mittlerweile zahlreiche Varianten gibt – mit Gesang, als Metal-Version usw. Hier gibt’s mal eine Auswahl von interessanten und aus der Masse herausstechenden Cover-Versionen. Eine schöne Extended Version des Main Title von Nephilim Sanctuary Soundtrack gibt’s hier:

Ramin Djawadi - Main Title (Extended) [Game of Thrones]

Wie ich schon beim Review zum Soundtrack von Staffel 1 geschrieben habe, fand ich den Titeltrack damals beim ersten Hören eigentlich gar nicht so prima; aber mittlerweile finde ich ihn wirklich sehr gelungen. Wer mehr wissen möchte zum Titelsong, dem sei nochmal der Song Exploder von Hrishikesh Hirway empfohlen, der ausführlich mit Ramin Djawadis Arbeit auseinandergesetzt hat.

Kleiner Tipp am Rande: Wer sich einmal ausführlich mit der opulenten Optik des Intros auseinandersetzen möchte – bei Art of the Title gibt’s jede Menge Fotos und Texte dazu.

Die Musik

Jetzt aber zum eigentlichen Score der 2. Staffel. Das Album starten gleich mit einem sehr majestischen Track: „The Throne is mine“. Das ist auch gleich die Marschrichtung für den weiteren Soundtrack: Hatte ich bei Season 1 noch darauf hingewiesen, dass alles recht zurückhaltend und eher ruhig daher kommt, dreht Ramin Djawadi hier schon richtig auf. Auch in der Serie geht’s ja in Staffel 2 hoch her – vor allem nach dem Schock zum Finale von Staffel 1. Weiter geht’s mit „Warrior of light“, nochmal ein recht epischer Track, und später mit „Pay the iron price“. Mit „Valar Morhulis“ und „Winterfell“ kommen dann erste ruhige Stücke – gerade das streicherdominierte Winterfell-Thema mit dem Cello-Lead wird uns sowohl auf diesem Album als auch später in der Serie noch häufiger begegnen. Das Cello setzt Djawadi bewusst ein, um die Grundstimmung der Serie zu betonen:

Wir haben uns entschieden, trotz der mittelalterlichen Elemente der Serie, die Musik anders anzugehen. Am Anfang wurde mir zum Beispiel gesagt: Lass uns keine Flöten benutzen. Diese kommen zum Beispiel in „Herr der Ringe“ oft vor. Dann musste ich mir überlegen, mit welchen Instrumenten ich arbeiten wollte. Ein sehr hervorstechender Sound ist zum Beispiel das Cello. Dadurch, dass „Game of Thrones“ überwiegend eine sehr düstere Serie ist, hat das Cello mit seinem tiefen Klang gut dazu gepasst.

Dass es nicht für jeden der Charaktere ein eigenes Thema gibt, erklärt der Komponist so:

Dadurch, dass es so viele Handlungsstränge und Charaktere gibt, wäre es viel zu kompliziert geworden, wenn wir allem ein eigenes musikalisches Thema gegeben hätten. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, nur für einzelne Handlungen und die Familien, um die es in der Serie geht, Themen zu schreiben.

Weitere Anspieltipps:

– In „Don’t die with a clean sword“ und „Stand and fight“ nimmt Ramin Djawadi das Titelthema nochmal gekonnt auf und spielt damit in verschiedenen Versionen.

– „House of the Undying“ – ein ganz ruhiges, bedächtiges Stück, das hier und da Anklänge an das Hauptthema andeutet, sonst aber sehr zurückhaltend mit bisherigen Melodien arbeitet.

– „Mother of Dragons“ – Nochmals eine Titelvariation, dieses Mal aber mit epischem Chrogesang – gleichzeitig das Thema der Drachen in Game of Thrones.

– „The Rains of Castamere“: Eines der wichtigsten Lieder in Game of Thrones – das Lied der Lennisters. Wir hören es in der Serie an mehreren Stellen, in Season 2 taucht es zum ersten Mal spürbar auf. Wir können es hören, als Tyrion die Melodie des Liedes pfeift, wenn er zum ersten Mal den Versammlungsraum des Kleinen Rates in Königsmund betritt. Tyrion pfeift die Melodie noch einmal, als er auf dem Weg ist, um Shae zu besuchen, die er zu seiner Überraschung mit Varys antrifft. Auch in der 3. Staffel nimmt der Song eine prominente Rolle ein.

Tyrion sifflant The Rains of Castamere (Game of Thrones)

– „What is dead may never die“ – Eines der wenigen personenbezogenen Themes, hier für den in Season 2 sträker in den Vordergrund tretenden Theon Graufreud. Ramin Djwadi dazu:

Wenn dann ein Charakter aus einer Familie heraussticht, haben wir für ihn in einigen Fällen ebenfalls ein eigenes Thema entwickelt. Dabei haben wir uns insgesamt von der Handlung leiten lassen. Als Beispiel nenne ich immer Theon Graufreud: In der ersten Staffel hatte er noch kein eigenes Thema, aber in der zweiten, als er dann anfängt sein eigenes Ding zu machen und wichtiger wird, hat er eines bekommen. So haben wir die Musik immer erweitert.

Fazit

Der Score ist wirklich gelungen. Schon in der Serie macht er gehörig Eindruck und passt perfekt zur Optik. Hört man den Soundtrack nochmal separat für sich, kommen vor allem Fans opulenter und majestätischer Klanginszenierungen voll auf ihre Kosten. Meiner Meinung nach stärker als Season 1. Highlghts sind die schon erwähnten ersten Eablierungen von Themes für Häuser und Familien – mit dem tollen Lennister-Lied und dem Mother of Dragons-Song.

Das müsst Ihr wissen

Das Album ist auf CD in der Regel für 15 bis 20 Euro zu bekommen – natürlich gibt’s auch digitale Versionen zum Download in den üblichen Portalen. Bei den Streaming-Diensten war ausgerechnet Season 2 lange Zeit nicht verfügbar – warum auch immer. Jetzt ist die Staffel aber bei Spotify & Co. erhältlich. Apropos: Auf Spotify hatte ich ja schon zu Staffel 1 eine Game of Thrones-Playlist mit den Highlights aller Staffeln zusammengestellt. Wenn Ihr der Liste folgt, bekommt Ihr laufend Ergänzungen, wenn beispielsweise neue Stücke erscheinen.

Und natürlich sind die besten Tracks dieser Staffel auch wieder in der SAWE.tv-Soundtrack-Playlist bei Spotify zu finden. Abonniert sie kostenlos, um jede Woche neue Seriensoundtrack-Highlights präsentiert zu bekommen.

Listening Music

Ramin Djawadi – Game of Thrones Season 2 (Music from the HBO Series)

1 Main Title 1:46
2 The Throne is Mine 3:15
3 What is Dead May Never Die 2:06
4 Warrior of Light 3:03
5 Valar Morghulis 2:59
6 Winterfell 2:42
7 Qarth 2:11
8 Wildfire 3:39
9 I am Hers, She is Mine 2:17
10 Pyat Pree 2:12
11 Don’t Die with a Clean Sword 3:22
12 We are the Watchers on the Wall 2:37
13 Pay the Iron Price 2:32
14 One More Drink Before the War 2:05
15 House of the Undying 5:02
16 Stand and Fight 2:04
17 The Old Gods and the New 2:38
18 Mother of Dragons 2:34
19 I Will Keep You Safe 2:17
20 The Rains of Castamere (performed by The National) 2:23
21 Three Blasts 2:40

21 Tracks, 2012 HBO

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