Vom Beginn der Videospiele

Netflix-Tipp: Dokumentations-Reihe „High Score“

Spoilerfrei
Maik
18.09.20

In unserem Ausblick-Beitrag für das Netflix-Programm im August war auch unscheinbar „High Score (Dokureihe)“ reingerutscht. Ob eine Dokumentationsreihe nun wirklich als Serie gilt, ist diskutabel, ans Herz legen möchte ich euch das Format aber dennoch. Vor allem, wenn ihr Ü30 seid, wie ich es bin, aber auch für die Jüngeren dürfte die Aufbereitung der Anfänge von Videospielen viel Interessantes bereithalten.

Die offizielle Formatbeschreibung:

„‚High Score‘ ist eine Dokureihe über das Goldene Zeitalter der Videospiele, als Legenden von Pac-Man bis Doom auf den Plan traten. Mit Genialität und Schaffenskraft entwickelten Computerpioniere und visionäre Künstler auf der ganzen Welt unter anderem die legendären Welten von Space Invaders, Final Fantasy, Street Fighter II, Mortal Kombat, Sonic the Hedgehog oder John Madden Football. Ohne vorgegebene Regeln oder Pläne erschlossen sich Spieler sowie innovative Programmierer immer neue Möglichkeiten des Geldverdienens und lernten, Rivalen auszuschalten und Herzen zu gewinnen. Dies ist die Geschichte der Macher hinter den Pixeln und wie sich aus deren unvergleichlichen Innovationen beinahe zufällig eine Multimilliarden-Dollar-Industrie entwickelte.“

In sechs Episoden mit jeweils um die 40 Minuten Laufzeit bekommen wir die ersten Schritte der Videospiele gezeigt. Aber nicht einfach „nur“ mit ein paar Zusammenschnitten. Es kommen lauter Zeitzeugen zu Wort und dazu werden viele Geschehnisse auch immer wieder originell inszeniert. Sei es mit Videospiel-Grafiken, die über das Realbild gelegt wurden, entsprechende Aktionen, die die Personen nachgeahmt haben, oder kleine Sequenzen im retrohaften Pixel-Look.

Bis zum Anblick der Opening Credits war übrigens noch gar nicht bewusst, dass die Inhalte von den Leuten des „Great Big Story„-YouTube-Kanals aufbereitet worden sind. Hier für euch schon mal ganz viel Pixel-Liebe in 43 Sekunden gepackt:

Die ersten beiden Episoden („Boom & Bust“ und „Comeback Kid“) handeln noch recht allgemein von den Anfängen. Arcades, Spielekonsolen, etc. Danach wird es je Folge etwas themenspezifischer, so dass man sich mal den Rollenspielen(den), mal den Sport- und mal den Kampf-Spielen gesondert widmet. Aber stets auch mit dem Blick für das größere Gesamtbild. Und gekonnt verzahnt erzählt. Denn statt langweiliger chronologischer Reihen-Darstellung bekommen wir im steten Wechsel diverse Nebengeschichten präsentiert. Von Spiele-Entwicklern, Gewinnern von Videospiel-Wettbewerben oder auch Anwälten. Denn wusstet ihr, woher der Charakter-Name von „Kirby“ stammt? Ich weiß es jetzt!

Alle sechs Episoden von „High Score“ sind über Netflix einsehbar. Am Ende landet man etwa in der Mitte der Neunziger Jahre. Da ist also noch gewaltig Entwicklung vorhanden, die man seriell aufbereiten könnte. Ich würde mich daher über eine Fortsetzung freuen, auch weil meiner Meinung nach auch für die ersten Jahrzehnte einige größere Themenfelder bislang außer Acht gelassen wurden. Leider ist bislang noch nichts von einer zweiten Staffel bekannt.

Bilder: Netflix

2 Kommentare

  • Jo, ist sehr unterhaltsam. Erzählt zwar nur weniges, was andere Dokus, sowohl professionell oder von YouTubern, nicht auch schon erzählt haben, aber das ist so ein Thema, das immer wieder unterhält.

  • War durchweg spannend und gut erzählt. Würde mir einen zweite Staffel wünschen.


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