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Auftakt wird extrem gefeiert

Review: Rick and Morty S07E01 – „How Poopy Got His Poop Back“

ACHTUNG: SPOILER !!
16. Oktober 2023, 05:30 Uhr
SPOILER !!
Maik
16.10.23

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Eine neue Staffel „Rick and Morty“ ist gestartet. Was bei der mittlerweile siebten Runde auch aufgrund der mitunter inhaltlich nicht mehr ganz so epischen Qualität mittlerweile eher eine Randnotiz wert wäre, ist dieses Mal dann doch besonders spannend. Nach dem Rausschmiss von Justin Roiland sind erstmals die neuen Stimmen zu hören. Okay, die gab es bereits im Trailer in kleinen Stücken, jetzt aber erstmals in einer ganzen Folge. Um es direkt vorweg zu nehmen: Man spürt es kaum. Rick ist ziemlich 1:1 umgesetzt worden, lediglich Morty klingt ein bisschen anders finde ich.

Die erste Ex-Roiland-Stimme, die wir zu hören bekommen, gehört aber überraschenderweise jemand anderem: Mr. Poopybutthole!

„Bet you didn’t expect to see me in a cold upen, huh?!“ (Mr. Poopybutthole)

Mr. Poopybutthole hat Beziehungs- und Alkoholprobleme, die er bei den Smiths auslebt. Rick versucht die erste Lösung, ihn aus dem Haus zu bekommen, die für alle offensichtlich auf der Hand liegt: einen Robotergeist erschaffen. Das erweist sich dann aber doch als etwas komplizierter (alle, die jemals etwas programmiert haben, dürften in dieser Szene mitgelitten haben).

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Mr. Poopybutthole ist aber nicht der einzige alte Bekannte, der uns zum Staffelauftakt geboten wird. Gearhead, Squanch, Birdperson und der langweilige Nachbar sind mal wieder mit am Start! Alle wollen Mr. Poopybuttholes starkem Alkoholkonsum intervenieren, trinken aber selbst gewaltig viel im Vorfeld. Eine gelungene Darstellung von Doppelmoral im Sinne von Fremdkritik bei eigener Desillusion.

Gefallen hat mir das Spiel mit den Geburtstags-Twists. Erst gibt Mr. Poopybutthole an, Geburtstag zu haben und alle fühlen sich schlecht, weil sie nicht daran gedacht haben, später offenbart er, dass er gar nicht Geburtstag hat und von allen enttäuscht ist, weil sie das nicht bemerkt haben. Die Intervention schlägt natürlich beim ersten kleinen Gegenwind fehlt und die Party das Jahrhunderts wird abgezogen – inklusive Zapfhahn-Miniportalen (sehr smart!), Shots aus den zahlreichen Bauchnabeln (und irgendetwas anderem) eines sehr langen Aliens, einem Party-Mixer-Truck sowie einem Honig-Rave. Der Streifzug hat mir gefallen.

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Zwei Gaststars fehlen hat die Folge noch on top zu bieten. Zum einen Predator, den Mr. Poopybutthole engagiert hat, weil er selbst eine Einstweilige Verfügung von seiner Ex-Freundin erhalten hat. Zum anderen niemand Geringeres als Hugh Jackman, der sich mit Sicherheit selbst gesprochen hat, immerhin war er auch bereits in der Justin-Roiland-Serie „Koala Man“ dabei.

„Why the long face, mate?“ – „Shape of my skull…“ (Hugh Jackman & Mr. Poopybutthole)

Jackman zeigt sich als ziemlich selbstironischer Star, der einige Klischees und Gags gegen sich mitmacht. Vor allem aber bleibt er doch irgendwo Nebenfigur, geht es doch primär um den in vielen Staffeln zuletzt höchstens als Abspann-Bonus präsenten Mr. Poopybutthole. Mir gefällt, dass man nicht nur tiefer in seine Geschichte eingeht, sondern auch seinen Vornamen präsentiert. Wayne („Wayne?!“) liefert zudem eine nette Meta-Rerefenz zu Folge 3 aus Staffel 4, in der er Teil von Ricks Heist-Crew war.

„I never wanna forget it and I never wanna repeat it.“ (Mr. Poopybutthole)

Nett waren auch einige Momente am Ende. Die Fading-Pill war ein nettes Sci-Fi-Gimmick, das sogar Taxen ausblenden kann, weil Wissenschaft und so, die weggenommene Best Friends Burrito Box ein typischer „Pech gehabt!“-Move der Serie. Mein Highlight war jedoch bereits zu Beginn der Folge der ganz langsam davon fahrende Rasenmäher. Für mein Empfinden hätte dieser nicht mal mehr eine Wiederkehr benötigt, als er dann aber als großer Bösewicht am Horizont der groß inszenierten Post Credit Szene auftauchte, musste ich doch ein bisschen schmunzeln.

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Das ganz große Feuerwerk wurde leider nicht zur Rückkehr der Serie abgefackelt. Der Staffelstart hatte einige alte Bekannte sowie ein paar Gaststars zu bieten, die Geschichte selbst verlief jedoch verhältnismäßig unspektakulär. Ja, einige kreative Gimmicks, nette Twists und ausgefallene Momente waren dabei, aber dass da deutlich mehr geht, dürfte allen „Rick and Morty“-Fans klar sein. Auch fand ich es etwas schade, dass Morty so wenig Raum hatte in der Folge.

Der Elefant im Raum ist natürlich die Tatsache, dass einige Figuren erstmals von einer neuen Person gesprochen wurden. Vielleicht hat man Morty auch deshalb etwas rausgenommen, weil dessen Stimme noch am ehesten gewöhnungsbedürftig klingt. Bei Rick hat man bislang kaum einen wirklichen Unterschied zur vorherigen Roiland-Stimme gehört (das scheint dem Trailer nach zu urteilen aber vor allem bei lauteren Schrei-Momenten der Fall zu sein). Für die Synchronisation von Rick und Morty wurden mit Ian Cardoni und Harry Belden übrigens zwei Personen beauftragt.

Insgesamt war das kurzweilige Unterhaltung und ich freue mich auf die weiteren neuen Folgen, aber erhoffe mir auch, dass da noch ein paar Schüppen draufgelegt werden können.

Bilder: Adult Swim

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