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Es hat sich ausgerechnet

Review: Rick and Morty S07E08 – „Rise of the Numbericons: The Movie“

ACHTUNG: SPOILER !!
4. Dezember 2023, 09:18 Uhr
SPOILER !!
Maik
04.12.23

Diese Woche geht „Rick and Morty“ den Weg einer Exkursfolge, die wenig bis gar nichts mit der eigentlichen Geschichte der Familie Smith zu tun hat. Es gibt aber immerhin einige Rückbezüge auf vorherige Staffeln zu sehen, wobei diese die Qualität der Episode leider auch nicht mehr retten können.

Im Zentrum der Geschichte steht Ice-T, der aber eigentlich Water-T ist, wie sich herausstellt. Die Buchstaben werden von den Zahlen angegriffen und bei wem jetzt erste traumatische Erinnerungen an den Mathematik-Unterricht geweckt werden, muss ganz stark sein, denn die komplette Folge basiert im Grund genommen auf Algebra. Aber keine Angst, der riesige Alien-Taschenrechner deutet mit dem Display-Wert „58008“ bereits darauf hin, dass es herumblödelnd bleibt in „Water-T and the Rise of the Numbericons: The Movie“.

„Oh, shit, he’s crunching the numbers! I thought he was talking about taxes, but he’s crunching us!“ (Number)

Ice-T – Pardon, Water-T! – war damals Schüler von Mortys Mathelehrer, der anscheinend bereits seit jeher aufzeigt, dass ohne Mathematik die Welt eine komplett andere wäre. Fontophile und Numerolog:innen kommen in Sachen Wortspiele diese Folge voll und ganz auf ihre Kosten: Begriffe wie Algebräisch, „Hyphen-Drive“, „Threesus Christ“, kleine Buchstaben als Kinder (wenn ich das richtig verstanden habe, hätte man ja mal genauer erläutern können, das Konzept…) treffen zudem auf jede Menge „Star Wars“-behafteter Parodie mit Lords, Force Ghosts oder #-Fighter statt Ti-Fighter. Das ist alles ganz nett und hält ein paar Highlight-Wortspiele parat, wirkt aber eben auch wie eine Ansammlung an Witzchen, die gemeinsam kaum mehr als die Addition ihrer Teile ergeben. Dazu wirkt die zusammengesponnene Geschichte zu lieblos und vor allem egal. Das wirkt zwar alles ironisch und soll typische Action-Blockbuster parodieren, aber kommt nur selten über den witzelnden Status hinaus.

„Happy to help, my lord. In quotes… Secret villain!“ (Oxygen-S)

Und dann wird auch noch Morty irgendwie mit in die Handlung gezogen, damit man zumindest einen Bezugspunkt zur Smith-Familie besitzt. Letztlich spielt er aber kaum eine wirkliche Rolle und ist lediglich dort, um ein paar Meta-Zeilen zum Besten zu geben.

„How do I know you again?“ – „Get schwifty…?“ – „Still nothing.“ (Water-T & Morty)

Letztlich führt alles dorthin, wo alle Achtklässler:innen ihre Vermutungen hingepackt hatten: Zahlen und Buchstaben gehören zusammen und müssen gegen die Unendlichkeit kämpfen. Dass aus Water-T ehemals Ice-T jetzt auch noch King Magma-T wird, soll wohl die wirre Evolutions-Dichte im Comic-Kosmos persiflieren.

„Infinity’s gone mad with power. He’s killing every one. And every two. And every Three. And every…“ – „We get it.“ (Seven & Morty)

Am Ende wird noch der Ausblick auf eine mögliche Fortsetzung geliefert als mit Ice-Cube ein Geomitron mit „Transformer“-Moves und -Geräuschen um Hilfe bittet. Meine Bitte besteht derweil darin, dass man es bei diesem kleinen Gag belässt und wir nicht in Zukunft eine Folge mit dem Titel „Magma-T & Ice Cube in Challenge of the Geomitrons“ sehen müssen.

Das war erschreckend langweilig und die wohl schwächste Folge der Staffel. Exkurs-Episoden sind ja eh meist Extreme – entweder die willkommene Abwechslung, die es schafft, Besonderheit auszustrahlen, oder eben die langweilige Füll-Geschichte. Dieses Mal ist es eindeutig Letzteres geworden. Bereits beim anfänglichen Intro hatte ich zum Zeitpunkt der Titel-Einblendung noch gehofft, dass Rick oder Morty hier lediglich interdimensionales Fernsehen schaut und das alles nur dem Cold Open dient, um dann bereits ein mulmiges „Och nö“-Gefühl zu erhalten, als klar wurde, dass diese Geschichte die ganze Folge ausmachen dürfte.

Grundsätzlich ist der Grundgedanke, vermeintlich langweilige Mathematik zur episch-coolen Action-Geschichte aufzublähen, gar nicht mal verkehrt und ich habe auch einige der Wortspiele genossen. Aber letztlich war mir das dann doch zu platt und fühlt sich an wie eine diese Ideen, bei denen man meint, durch die Menge an mittelmäßigen Gags etwas Größeres zu erschaffen. Aber wie der Song zu Beginn bereits gesagt hat: Eins plus Eins ist eben Zwei und nicht mehr. Hoffentlich haben die beiden letzten Folgen der Staffel mehr zu bieten.

Bilder: Adult Swim

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