Wir sind zurück am St. Bonaventure

Review: The Good Doctor S03E01 – Disaster (Staffelauftakt)

13.11.19 06:06
Review
Mini-Spoiler
Michael
13.11.19

Ach, man geht ja eigentlich nie so richtig gerne ins Krankenhaus, aber jetzt ist es doch schön, mal wieder am St. Bonaventure Hospital zu sehen. Liebhaber von Krankenhaus-Serien wissen jetzt: Wir befinden uns in der Serie „The Good Doctor“, genauer gesagt sogar in Staffel 3. Die ist heute Nacht exklusiv bei Sky gestartet – und es ist der einzige Grund, warum ich mir doch nochmal ein Sky Ticket zugelegt habe.

Denn dafür ist mir die Truppe um Shaun zu sehr ans Herz gewachsen. Und zum Staffelauftakt bekommen wir auch gleich wieder die ganze „Weißkittel-Familie“ zu sehen. Ich war kurz verwundert, als ich gesehen habe, dass Andrews nicht mehr am St. Bonaventure ist – das hatte ich entweder nicht registriert oder das ist in der Staffelpause passiert. Naja, auf jeden Fall bleibt er weiter im Spiel, weil Lim einfach Hilfestellung braucht. Und dass sie ihn mit einem geschickten Move am Ende gleich wieder einbindet, ist natürlich ganz nett gemacht. Auch Dr. Glassman ist wieder mit von der Partie, und wir ahnen schon früh, dass er schon bald wieder eine tragendere Rolle in der Klink einnehmen wird.

Ansonsten versuchen die Macher der Serie offensichtlich, etwas mehr Humor als sonst reinzubringen. Der Wettbewerb zwischen Morgan und Park, die Dialoge mit Glassman, die Diskussionen um die Beziehungen von Lim und Melendez – das ist mit einer humoristischen Note angelegt, aber zündet auch nicht so richtig – kann man ruhig weglassen.

Denn dass die Stärke immer noch in der Dramatik liegt, zeigen nicht nur die üblichen medizinischen Fälle, sondern vor allem natürlich wieder Shaun. Er berichtet die ganze Folge über von seinem Date mit Carly, und was für ein Disaster das gewesen ist. Keiner aus dem Team kann verstehen, was denn das Problem gewesen ist – für alle klingen Shauns Erzählungen nach einem gelungenen Abend. Doch dann werden wir in die Perspektive von Shaun geleitet: Wie Autor David Shore dann diese autistische Perspektive aufbaut, uns zeigt, wie anders sich die gleiche Situation anfühlen kann, wenn man mit anderen Voraussetzungen an sie heran geht, das war sicher das Highlight der Folge. Auch sonst war sie grundsolide, wenn auch nicht überragend. Sagen wir es so: Ein guter Einstieg mit Luft nach oben für die weitere Staffel.

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