Serien Reviews Programm Trailer Podcasts Über uns
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Teilen abbrechen... Auf Pinterest teilen In Pocket speichern Per Mail versenden

Zum Haareraufen

Dinge, die Serien schlecht werden lassen

Spoilerfrei
27. August 2023, 06:15 Uhr
Spoilerfrei
Maik
27.08.23

Wir veröffentlichen in aller Regelmäßigkeit Reviews zu Serien, weshalb wir da ein besonders kritisches Auge (und Ohr) drauf haben, aber ihr kennt das sicherlich auch: Diese Momente, in denen ihr nur mit den Augen rollen könnt oder euch innerlich fragt, ob das gerade wirklich gesehen (oder gehört) habt. Denn selbst in den allerbesten Serien gibt es diese Momente, die man nicht wahrhaben möchte. Von den wirklich schlechten Serien wollen wir gar nicht erst reden. Wobei… Vielleicht doch!

Wenn es wenigstens konsequent wäre…

Es gibt gut geschriebene Charaktere, Dialoge und Plots und es gibt schlecht geschriebene Charaktere, Dialoge und Plots. Also, rein inhaltlich. Noch schlimmer wird es aber, wenn Elemente einer Serie inkonsequent konzipiert sind. Das sind vor allem diese typischen Situationen, in denen untypische Dinge passieren. Wenn ihr euch fragt „Passt das wirklich zu Figur XY? Das hätte diese doch nie gesagt/getan…“ – dann ist es eigentlich schon zu spät. Mich regt das immer auf, wenn man Charaktere und Handlungen derart verbiegt, damit sie offenkundig in eine Position gebracht werden können, die man erreichen möchte. Da hat man sich einen Ausgangspunkt und einen Endpunkt erdacht, bekommt aber die Brücke nicht geschlagen. Schwierig…

Künstlich wirkende Gegebenheiten sind eh so ein Problem. Natürlich muss nicht alles 100-prozentig logisch sein, vor allem nicht, wenn wir uns inhaltlich in übernatürlichen Sphären wie Fantasy oder Science Fiction bewegen. Aber macht es doch bitte wenigstens stringent und innerhalb der eigenen Weltenlogik gültig! Und wenn wir uns bei Dramen befinden, können selbstredend Zufälle passieren. 08/15-Geschichten, die den langweiligen Alltag aufzeigen, den wir tagtäglich erleben, will doch eh niemand sehen. Aber zumindest ein Restwert an Mini-Wahrscheinlichkeit sollte schon da sein, damit wir uns nicht für dumm verkauft fühlen müssen.

Plump und plumper

Für dumm gehalten fühlen sich mit Sicherheit auch einige Figuren, wenn sie ihre Zeilen aufsagen müssen. Tiefe erhalten oftmals lediglich Hauptfiguren, Nebencharaktere dürfen flach daher kommen. Okay, muss ja auch nicht alles für drei Sekunden Screentime wer weiß wie ausgestaltet sein (vor allem, wenn Autor:innen weiterhin zu schlecht bezahlt werden). Aber ein gewisses Mindestmaß wäre schon schön. Vor allem, wenn die Qualität zwischen Haupt- und Nebenfiguren zu offensichtlich abflacht.

Vor allem: Die Networks und Streaminganbieter machen ja massig Kohle! Wir schauen das ja dennoch. Auch oder teilweise weil man sich so schön im Nachgang drüber lustig machen kann. Zusätzlich zu Abo-Gebühren gibt es natürlich auch Werbeeinnahmen – klassisch im linearen Fernsehen (die Älteren erinnern sich…), oder modern inmitten der Serien selbst. Aber auch in Sachen Product oder Brand Placement würde ich mir manchmal mehr Kreativität wünschen. Zu oft ist es zu plump und offensichtlich, was da geschieht. Wenn ein sonst super korrekter und abgebrühter Charakter zufällig in ein Casino geht und total aus dem Nichts etwas von „50 Freispiele ohne Einzahlung 2023“ bei XY babbelt, hat man doch direkt keine Lust mehr. Das funktioniert höchstens, wenn man mit diesem Klischee spielt und es derart konterkariert, dass es wieder lustig wird. Das geht vor allem in Comedy-Produktionen wie beispielsweise bei „Community“ und diesem einen Sandwich-Laden („Sherley’s“?). Hier im Blog hatten wir einige der peinlichsten Product Placements gesammelt.

Schlecht muss nicht immer schlecht sein

Aber: Nicht alles muss fehlerloser Hochglanz sein. Ganz im Gegenteil, manchmal muss Guilty Pleasure her! Die Serien, die eigentlich peinlich-trashy sind, aber man doch nicht von ihnen lassen kann. Das ist vor allem dann in Ordnung, wenn die Serien sich selbst nicht zu ernst nehmen und Trash Teil der eigenen DNA ist. Damit wären wir wieder beim Punkt Konsequenz angelangt. Serien wie „Z Nation“ haben natürlich bescheuerte Handlungen, Effekte und Dialoge – aber das gehört halt dazu! Wenn es stringent durchgezogen wird, kann es auch gefeiert werden. Wenn darin dann aber jemand etwas Hoch-seriöses von sich gibt, würde es auch wieder seltsam wirken…

Bild: Ryan Snaadt (Unsplash) | Glücksspiel kann süchtig machen. Infos und Hilfe unter www.bzga.de

Kommentiere


Abo ohne Kommentar

Hinweis: Bei Kommentar-Abgabe werden angegebene Daten sowie IP-Adresse gespeichert und ein Cookie gesetzt (öffentlich einsehbar sind - so angegeben - nur Name, Website und Kommentar). Alle Datenschutz-Informationen dieser Website gibt es hier zu sehen.
Beitrag teilenBeitrag teilen
 

MEISTGESEHEN

Oxen: Alle Infos zur Serie in ZDF und ZDFmediathek
Yellowstone: Der Stammbaum der Familie Dutton von 1883 über 1923 bis heute
"Yellowstone": Die Dutton-Ranch aus der Serie gibt es wirklich
The 50: Trailer zur Reality-Show auf Prime Video
"Final Space": Offizielles Ende der Geschichte als Graphic Novel im Jahr 2024
 
 

  • A ‘YES’ is so much better when it starts with a ‘NO’. Mike (Suits)
 
 

Neue Kommentare

 
 

DER Serien-Blog

Hier gibt es AWESOMENESS serienmäßig! Wir bloggen täglich zu den besten Fernsehserien der Welt und die Serienkultur rund um sie herum. Serien-News, Serien-Trailer, Serien-Rezensionen und alles zu den besten TV-Shows. Persönlich, meinungsstark und von Serienfans für Serienfans. sAWE.tv - Das Blog-Zuhause Deiner Lieblingsserien!

Serien-Kategorien

Blog unterstützen!