Zusammenfassung des Events

George R.R. Martin-Lesung in Hamburg

Spoilerfrei
Maik
22.06.15

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Nachdem es aus Verlagsseite zu einer Kappung des geplanten Livestreams zum Event kam, war es dann also doch ein exklusives Ereignis für die knapp 3.000 nach Hamburg gekommenen Martin-Fans. Fotografieren und ins Netz raus schicken war dennoch möglich, also habe ich fleißig auf Twitter geteilt. Für alle aber hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung der Veranstaltung.

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Zunächst kam der Interview-Part. Der Hamburger Literaturkritiker Denis Scheck hat durchaus eloquente Fragen gestellt und gekonnt das Wichtigste für das nicht ganz flüssig Englisch sprechende Auditorium übersetzt. Dabei ging es hauptsächlich um die Person und Geschichte des George R.R. Martin.

Dabei ging es auch um den neuerlichen Ruhm, den Martin seit der Ausstrahlung der HBO-Serie „genießt“. Das sei nicht immer seins, wenn er keine fünf Meter am Flughafen laufen kann, ohne angesprochen zu werden. Jeder einzelne Mensch sei dann sehr nett, aber die Masse mache es anstrengend. Er will gar nicht daran denken, wie das bei „richtigen Stars“ sei – aber auch nicht darüber meckern, da es schließlich ein Luxusproblem sei.

Zwischen bedächtigem Rauschebart-Streicheln Martins ging es vor allem um seine Kindheit. In der Kleinstadt kannte er nur fünf Häuserblöcke, die ganze Welt außerhalb hat er – bis auf den jährlichen Weihnachtsbesuch in New York – kaum wahrnehmen können. Also flüchtete er sich in Comics und Literatur, vor allem Science-Fiction und die Hoffnung auf eine tolle Zukunft:

Und dann hat er gelesen.

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Im Vorfeld war nur von einem „geheimen Manuskript“ die Rede. Ich hatte an ein neues Kapitel aus „The Winds of Winter“ gedacht, waren ja bereits andere veröffentlicht worden. Letztlich war es auch ein Auszug aus dem kommenden GoT-Band, aber ein alter. Aus 2013, bereits vor etwa einem Jahr auf Martins Blog veröffentlicht. Geheim ist anders, für mich als Mensch im vierten Buch war es dennoch etwas Neues. Und von ihm gelesen und mini-gespoilert werden – wer kann das schon von sich behaupten?

Danach kam leider nur noch ein bisschen Small-Talk zwischen Scheck und Martin über hübsche Schwedinnen beim nächsten anstehenden Termin. Etwas mehr Hinterfragung der aktuellen Entwicklungen hätte ich mir gewünscht, das war arg in der Vergangenheit behaftet, vermutlich wollte man aber spoiler-seitig auf der sicheren Seite sein und scheinbar wurde im Vorfeld eh gesagt, dass bitte nicht nach dem kommenden Werk gefragt werden soll. Das könnte noch dauern…

Alles in allem aber ein tolles Event, stark, den durchaus sympathischen und bedachten Herrn live zu sehen. Dazu war Sibel Kekilli auch am Start, als erste mit Standin Ovations in Reihe 1 – genau vier vor uns.

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Affig fand ich nur die Tatsache, wie mit der „Signierung“ umgegangen wurde. Nein, es gäbe keine Signierstunde, weil 3.000 Leute einfach mal zu viel sind. Kein Problem, sehe ich ein. Alle hatten beim Einlass ein buntes Bändchen bekommen und die, die ein graues erhascht haben, seien total glücklich – die dürfen nämlich ein vorher signiertes Buch kaufen. Na klasse… Da habe ich ebenso gerne drauf verzichtet, wie gefühlte Stunden für ein Selfie mit Sibel anzustehen. Dennoch schade drum.

Und den hier beim Anstehen in der Herren-Toilette konnte ich mir nicht verkneifen…

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