Chance vertan - mal wieder

Review: Fear the Walking Dead S05E02 – The Hurt That Will Happen

SPOILER !!
Michael
15.06.19

Ja, naja, schade. Einen guten Cliffhanger präsentierten die Autoren letzte Woche beim Staffeldebut von „Fear the Walking Dead“. Auf wen ist Al wohl gestoßen? Daran knüpft Folge 2 leider nicht an, und auch die anderen Storylines sind eher unbefriedigend. Zudem rutscht auch FWTD wieder in alte „The Walking Dead“-Erzählmuster ab.

Erstmal ist es ja lobenswert, dass die Autoren endlich auf die Idee gekommen, das Thema Energie und Radioaktivität in den Blick zu nehmen. War ja anzunehmen, dass irgendwo ein Reaktor auch mal nicht sorgfältig heruntergefahren wurde und es zu einem Atomunfall gekommen ist. Hier sind rund 70 Walker versucht, und die einzige Überlebende namens Grace versucht, ihre ehemaligen Mitarbeiter fachgerecht zu entsorgen. Leider machen die Autoren viel zu wenig aus diesem Ansatz, und sie benutzen meinen mittlerweile zum TWD-Hass-Satz aufgestiegenen Spruch „Ich muss es tun“. Grace ‚muss‘ sich um jene kümmern, die mal unter ihrer Führung standen. Nee, muss sich nicht, ganz ehrlich. Aber egal.

Dummheit Nr. 2 der Folge, dazu ein Klassiker anerkannter Horror-B-Movies: Alleine zurückgelassenes, verletztes Gruppenmitglied geht nachts aus dem sicheren Haus, weil es ein Geräusch gehört hat. Genau, gibt eigentlich keine besseren Ideen als diesen Move. Geht natürlich im Prinzip in die Hose und Luciana fast drauf.

Tja, und dann ist da noch die Rückkehr von Daniel Salazar, aus der die Autoren leider auch viel zu wenig machen. Er lässt Victor erst rein, hört sich dann seine Geschichte an, um ihn dann wieder rauszubitten. Also wirklich, da war mehr drin. Ich hätte mir mehr Drama gewünscht, gerne auch mehr über Daniels Zeit nach dem Dammbruch erfahren, aber nichts – hoffen wir mal, dass das nicht die ganze Story war.

Wie kann’s weiter gehen? Kenner des TWD-Prinzips wissen, dass sich die Gruppe jetzt erstmal in Einzelteile aufgespalten hat, weil sie ‚etwas tun mussten‘, so dass alle jetzt wieder versuchen, irgendwie zusammenzukommen, weil sie sich ‚gegenseitig helfen müssen‘. Nein, nein, nein, das muss alles nicht sein.

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