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Jede Menge Fanservice

Review: „Star Wars: Andor“ S01E04 – Episode 4

Mini-Spoiler
29. September 2022, 19:53 Uhr
Mini-Spoiler
Michael
29.09.22

So, jetzt geht’s endlich richtig los – hat man vielleicht nach Episode 3 von „Star Wars: Andor“ gedacht, die ja schon deutlich schneller und actionreicher als die beiden Auftaktfolgen war. Aber tatsächlich nimmt Episode 4 erstmal wieder Tempo raus, konzentriert sich mehr darauf, Hintergrundgeschichten zu erzählen, Charakterprofile zu schärfen – und Star Wars-Fans endlich auch ein paar Easter Eggs zu liefern. Die waren ja in den ersten drei Folgen rar gesät – jetzt kann man sich aber auf einiges freuen.

Erstmal sind wir bei Andor und Luthen Rael an Bord, und dort versucht Rael, Andor für die „Sache“ zu gewinnen. Ob Allianz, Partisanen oder was auch immer – Andor hat wenig Interesse, sich einer Bewegung anzuschließen. Wir wissen aus „Rogue One“, dass das später in gewisser Weise anders sein wird, und mit dem Hinweis auf die Partisanen stellen wir natürlich direkt die Verbindung zu Saw Gerrera her, den wir auch aus „Rogue One“ kennen und der – dank Trailer wissen wir das bereits – auch in „Andor“ auftauchen wird. Andor interessiert sich aber wie gesagt nicht für „die Sache“ – er möchte überleben. nimmt die Rolle des Söldners ein und an. Das Gespräch zwischen Rael und Andor bietet dann noch Raum für ein paar Hinweise auf entfernte Star Wars-Geschichten. Rael spricht zum Beispiel von den Rakata-Invasoren, die Jahrtausende vor der Serien-Jetzt-Zeit die Galaxis beherrscht haben und das „Infinite Empire“ genannt wurden. Bekannt ist uns die Story aus dem Videospiel „Knights of the Republic“.

Rael spielt auch noch auf Utapau an – ein Planet, auf dem Obi-Wan Kenobi General Grievous besiegte, den wir also aus „Revenge of the Sith“ kennen. Ursprünglich sollte erst Tatooine diesen Namen tragen, dann Naboo. Jetzt also die Rückkehr ins Franchise. Schließlich sprechen Andor und Rael über den Planeten Mimban, wo Andor eine Heldengeschichte für sich inszenieren möchte, Rael aber schon weiß, dass Andor dort lediglich Koch war. Mimban ist ein wichtiger Planet im alten Star Wars Expanded Universe, war Teil des Romans „Splinter of the Mind’s Eye“, dem ersten offiziellen Roman zu Star Wars. In „Solo: A Star Wars Story“ wurde der Planet dann doch in den offiziellen Star Wars-Kanon aufgenommen.

Rael bringt Andor auf jeden Fall auf einen weiteren Planeten, Aldhani, und der ist tatsächlich neu für das Star Wars-Universum. Dort trifft er Vel, die eine Aktivisten-Truppe anführt und der es nicht allzu leicht fällt, dem Team mit Andor ein neues Mitglied zu präsentieren – dazu noch einen Söldner! Irgendwie wird er zunächst akzeptiert, und die Pläne, die das Team am Abend ausbreitet, versprechen reichlich Action für den späteren Verlauf der Staffel.

Derweil Andor auf Aldhani weilt, reist Rael weiter – nach Coruscant, DER Machtzentrale in der Galaxis. Rael verkleidet sich als Antiquitätenhändler, und klar – so ein Laden bietet natürlich reichlich Fläche für weitere Easter Eggs. Ob Dark Lord-Starkiller-Rüstung aus dem Spiel „The Force Unleashed“ (bisher kein Kanon), mandalorianische Rüstung oder Sith- und Jedi-Holocrons (schön nebeneinander im Regal abgestellt, als wenn’s nichts weiter wäre) – da gibt es einiges zu entdecken. Unser Interesse gilt aber natürlich vor allem Mon Mothma, die wir aus der Original-Trilogie als eine der Rebellen-Anführerinnen kennen und die auch schon in „Rogue One“ zu sehen war. Früher wurde sie von Caroline Blakiston gespielt, jetzt von Genevieve O’Reilly. Ursprünglich hatte diese die Rolle auch schon in „Revenge of the Sith“ übernommen – ihre Szenen wurden aber komplett rausgeschnitten. Immerhin eine Deleted Scene ist erhalten geblieben. Wir wir wissen, ist Mon Mothma eine wirklich wichtige Figur für Star Wars – sie wird immerhin erstes Oberhaupt der Neuen Republik nach „Return of the Jedi“. Und sie stammt von Chandrila, einer weiteren Hauptwelt neben Coruscant, die erstmals im Spiel „Star Wars: Rebellion“ auftaucht und auf der Kylo Ren aka Ben Solo geboren wurde.

Das Gespräch zwischen Rael und Mon Mothma offenbart einiges über deren eigentlichen Ziele, und dass sich in Sachen Rebellion schon etwas tut. Die Szene zwischen den beiden im Antiquitätenladen war tatsächlich das Highlight der Folge für mich. Der ganzen Sache wird jetzt noch eine politische Ebene hinzugefügt, mit Spionen, Intrigen, Geheimniskrämerei und allem, was dazugehört – sehr schön!

Diesen Geheimnissen und damit der Rebellion generell auf der Spur ist das Imperial Security Bureau, eine Art Geheimdienstorganisation des Imperiums. Colonel Wullf Yularen ist mit von der Partie, den wir schon aus „A New Hope“ kennen, wenn dort auch nicht als ISB-Offizier zu sehen. Im ISB werden diverse Berichte abgefragt, die auch wieder jede Menge Potenzial für versteckte Hinweise auf andere Star Wars-Geschichten bieten. So gibt’s einen Hinweis auf den Planeten Scarif, wo später die Todesstern-Pläne gestohlen werden und Andors Leben endet. Ryloth findet noch Erwähnung, bekannt aus „The Clone Wars“, dann Ghorman, bekannt aus den Games „Star Wars: Rebellion“ und „Star Wars: X-Wing“, und schließlich Arvala-6 – bislang unbekannt, aber die Nachbarwelt von Arvala-7, wo der Mandalorianer zum ersten Mal auf Grogu trifft.

Jede Menge Fanservice also in der Folge, die aber auch drei Handlungslinien für die weitere Staffel setzt: Die Intrige von Rael und Mon Mothma auf Coruscant, die Rebellen-Bewegung (ich nenne sie jetzt einfach mal so) auf Aldhani und die weitere Entwicklung auf Ferrix, wo sich nach der Pleite von Syril Karn das Imperium erwartungsgemäß breit macht. Wie sich dieser Charakter weiter entwickelt, wird auch spannend sein – fürs Erste zieht er wieder Zuhause bei Mama ein und fängt sich eine Ohrfeige. Sicher nicht der größte Schmerz für Syril Karn.

Bilder: Lucasfilm

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