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TV-Sketch-Serie bekommt Kinofilm als Abschluss

Schluss mit lustig: Michael Bully Herbig hört als Comedian auf

22.10.15 09:15
TV
Spoilerfrei
Michael
22.10.15

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Mit einem großen Kinofilm will sich Michael Bully Herbig aus dem komischen Fach verabschieden. 2017, zum 20-jährigen Jubiläum seiner legendären TV-Sketch-Serie ‚Bullyparade‘, plant er, einen Episodenfilm mit den alten Figuren ins Kino zu bringen, also Winnetou und Old Shatterhand, Mr. Spuck, Kork, Schrotty, Sissi und Franz. „Und zwei Überraschungen wird es auch geben“, kündigt Bully gegenüber dem ZEITmagazin an.

Danach plant er einen Film, der „mit Ansage nicht lustig“ soll: „Ich bin jetzt 47, und ich weiß halt nicht, ob ich mit 50 noch in Frauenklamotten steigen möchte. Oder auf ein Pferd“, sagt der 47-jährige Münchner: „Ich bin ja nicht auf die Welt gekommen und habe gesagt, ich bin jetzt Komiker, sondern ich wollte immer Filme machen.“ Geplant sein soll seiner Aussage nach ein Thriller gemeinsam mit Roland Emmerich: „Die Geschichte der Familien Strelzyck und Wetzel, die 1979 mit einem Heißluftballon aus der DDR in die Bundesrepublik geflohen sind. Die Story ist Anfang der achtziger Jahre von Disney verfilmt worden. Mittlerweile sind aber aus den Stasi-Akten Details bekannt geworden, die man damals nicht kennen konnte.“ Er hat bereits beide Familien getroffen und lange Gespräche mit ihnen geführt. Der Thriller soll nach dem Bullyparade-Film in die Kinos kommen: „Für mich wäre es ein Traum, wenn Leute von mir einen Thriller akzeptieren würden“, erklärt Herbig. Naja, ob die Story so stimmt… wir werden sehen.

Bully Herbig brachte 1997 die TV-Sketch-Serie Bullyparade bei ProSieben ins TV. Richtig erfolgreich wurde die Reihe erst 2001, nachdem er nach dem Konzept der Bullyparade den Kinofilm ‚Der Schuh des Manitu‘ drehte, eine Parodie auf die Winnetou-Filme der 1960er Jahre, der mit 11,7 Millionen Zuschauern bundesweit einer der erfolgreichsten deutschen Filme der Nachkriegszeit wurde. Weitere Kino-Erfolge Herbigs waren unter anderem seine Komödie ‚(T)Raumschiff Surprise‘ und der Kinderfilm ‚Wickie und die starken Männer‘.

Ursprünglich drehte sich die Sendung um die Figur ‚Bully‘, eben verkörpert von Michael Herbig. Diese Figur trug grelle Anzüge, sprach mit erhöhter Stimme, lispelte ein wenig und produzierte – eigentlich nur für sich – im Keller die Sendung Bullyparade. Rubriken wie ‚Bully und die Tapete‘ waren neben kurzen Übergangsmoderationen von Bully zwischen den Sketchen die einzigen, die in seinem Studio aufgenommen wurden. Christian Tramitz und Rick Kavanian waren zunächst nur in den Sketcheinspielern zu sehen. Später drehte sich die Ausrichtung der Reihe. Die Sketche wurden gegenüber Bullys einzelnen Auftritten dominanter. Schließlich wurde die Sendung vor einem Live-Publikum aufgezeichnet. Die Sendung erhielt mit einer Studioband, dem Sendeplatz am Montagabend und gelegentlichen Stargästen zunehmenden Late-Night-Charakter. Mit dem Erfolg der Solo-Filme mit den Bullyparade-Figuren wurde die TV-Reihe eingestellt. Insgesamt gab es 90 Folgen in 6 Staffeln.

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