Ab morgen im ZDF

Spoilerarmes Review: Broadchurch Season 1

25.04.15 17:09
DramaReview
Mini-Spoiler
Jonas
25.04.15

Morgen Abend startet die britische Serie Broadchurch im ZDF (26. April 2015, 22:00 Uhr). In der Hauptrolle ermittelt der frühere Doctor Who Darsteller David Tennant als Alec Hardy zusammen mit Olivia Colman, spielt Ellie Miller, in einem Kindermord. Die Serie sorgte nach dem Start im Jahr 2013 für einigen Wirbel in der Serienlandschaft, warum und ob der Hype gerechtfertigt ist, könnt ihr im folgenden Review nachlesen.

Inhalt

Zu Beginn der Serie sieht man ein Kind, welches an der schroffen englischen Küste mitten in der Nacht ruhig und ohne zu reden steht. Am späteren Tag wird eben dieses Kind tot am Strand gefunden.
Delikat an dem Fall, die Kommissarin ist eng mit der Familie des Opfers befreundet. Als Ellie Miller ihrerer Freundin den Tod ihres Sohnes berichten muss, wird zum ersten Mal die Stärke der Serie deutlich. Als Zuschauer kann man die Trauer fast greifen, denn nicht nur die Familie kämpft mit den Tränen, sondern auch die Kommissarin. Dabei sorgt die schauspielerische Leistung für Gänsehaut aber auch die Zeit, welche diesem Moment beigemessen wird. Während in anderen Serien ein schneller Schnitt folgt und es über zur Polizeiarbeit geht, wird in Broadchurch dem menschliche Leid viel Zeit gegeben, sehr viel mehr als man das gewohnt ist.

Im Verlauf der Serie geht es primär um das Auffinden des Mörders des Jungen. Dabei gerät der halbe Ort glaubhaft in Verdacht. Aber auch das Leben der zwei ermittelnden Polizisten ist stark im Fokus der Handlung. Kommissar Alec Hardy ist ein gebrochener Charakter, schwer krank und auch nur schwer zu ertragen. Er will unbedingt diesen Fall lösen, koste es was es wolle. Parallel hat aber auch Komissarin Ellie mit dem Fall zu kämpfen, denn ihr eigener Sohn war eng mit dem Opfer befreundet – weiß er etwa mehr?


Die bedrückende Geschichte wird durch die Landschaftsbilder unterstützt. Die zerklüftete Küste und die steife Meeresbrise tragen zu dem unbehaglichen Gefühl bei, welches einem beim Schauen der Serie umschleicht. Das Ende der Staffel – ohne zu viel zu verraten – setzt diesem bedrückenden Gefühl noch einen oben drauf.

Fazit

Broadchurch ist hervorragendes Fernsehen. Die Serie schafft es das Leid zu transportieren und die Mauern zwischen Geschichte und Zuschauer einzureißen. Das ist beeindruckend, kann aber gleichzeitig auch sehr unangenehm sein. Man ertappt sich dabei wegschalten zu wollen, so intensiv wird das Drama dargestellt.

Bei all dem Lob ein kleiner Kritikpunkt, an manchen Stellen entstehen Längen und man wünscht sich, dass es etwas zügiger voran geht. Fest steht aber, dass Broadchurch ein exzellentes Drama in bester Besetzung ist: Einschalten, es lohnt sich.

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