Star Trek: Picard, Big Little Lies, The Fix und viele Oldies

In weiteren Rollen: Merrin Dungey

Mini-Spoiler
Leonie
05.01.20

Auch im neuen Jahr setze ich die Reihe meiner „In weiteren Rollen“-Beiträge mit einer Vertreterin des weiblichen Geschlechts fort, auch diesmal ist dies aber eher Zufall denn Absicht. Anscheinend schon seit Längerem, aber bis vor ein paar Tagen von mir unbemerkt, läuft „Malcolm in the Middle“ bei Amazon Prime, ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk, über das ich mich extrem freue. Da ich die Serie bisher nur im Free-TV verfolgt habe (und da auch nicht bewusst regelmäßig), bin ich sehr sicher, dass ich noch nicht alle Folgen der sieben Staffeln gesehen habe, außerdem kann ich so endlich auch einmal den Originalton genießen. Merrin spielt allein bei „Malcolm in the Middle“ zwei unterschiedliche Rollen und ich kenne sie noch aus mindestens drei weiteren Serien, da bot es sich an, dem einmal etwas genauer auf den Grund zu gehen.

1999-2007: Kelly Palmer in „King of Queens”

Nach ersten Gastrollen in „Babylon 5“, „Emergeny Room – Die Notaufnahme“ und „Seinfeld“ wurde Merrin Dungey ab 1999 für die wiederkehrende Rolle der Kelly Palmer in „King of Queens“ besetzt. Kellys Mann Deacon ist ein IPS-Arbeitskollege von Doug Heffernan, die beiden Paare sind eng befreundet. Kelly ist Mutter und Hausfrau (eine bessere als Carry) und die Ehe von ihr und Deacon scheint glücklich, bis Kelly sich von Deacon trennt, da dieser sich mehrmals heimlich mit einer ehemaligen Studienkollegin trifft. Am Ende wird jedoch alles gut und Kelly und Deacon finden wieder zusammen. Die Rolle ist grundsätzlich „netter“ angesetzt als zum Beispiel die von Carry, doch auch Kelly hat ihre Momente, in denen das Wort „Zicke“ ganz gut passt.

Einen der ersten Auftritte von Merrin als Kelly seht ihr hier:

2000-2004: Kitty Kenarban und Malcolms Lehrerin in „Malcolm in the Middle”

Neben ihrer Rolle in “King of Queens“ hatte Merrin noch Zeit für weitere Gastrollen, unter anderem als Museumsführerin in „Friends“ (Staffel 6 Folge 22, die Folge mit Bruce Willis) und „Jesse“. In der Szene in „Friends“ ist sie Monica gegenüber schnippisch – wenn auch zu Recht. Der Charakterzug scheint ihren Rollen zu liegen.

Ab 2000 spielte Merrin dann außerdem erst Malcolms Lehrerin und später die Mutter von Malcolms Freund Stevie. Malcolms Lehrerin wirkt nicht gerade glücklich mit ihrem Beruf und ergeht sich in Sarkasmus und Selbstmitleid. In der anderen Rolle spielt Dungey die intelligente und gebildete, aufgrund der Behinderung ihres Sohnes aber auch mehr als übervorsichtige sowie immer auf positive Energie bedachte Mutter. Großartig die Folge 5 der zweiten Staffel, in der die beiden Familien miteinander essen und Lois und Kitty sich nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar so gut verstehen, dass Kitty sich von Lois überzeugen lässt, dass ein bisschen Herumschreien manchmal ganz gut tut. Das war´s dann mit der Harmonie, die Zicke ist zurück.

2001-2006: Francie Calfo und Allison Doren in „Alias“

„Alias“ habe ich Anfang der 2000er auch einige Staffeln lang verfolgt, leider kann man die Serie aktuell bei keinem der großen Anbieter streamen – schade, „Alias“ würde ich mir gerne nochmal ansehen. Merrin Dungey spielte hier die beste Freundin und Mitbewohnerin von Sydney, der Doppelagentin. Als Francie Calfo ist Merrin jedoch komplett ahnungslos, was den beziehungsweise die Arbeitgeber ihrer Freundin angeht, und auch von Will, für den sie später Gefühle entwickelt und der auch mit im Agentenbund steckt, wird sie regelmäßig belogen – natürlich zu ihrem eigenen Schutz. Am Ende hilft jedoch alles Lügen nichts und Francie wird von Sydneys Doppelgängerin erschossen und ersetzt (!), so dass erst Monate später überhaupt herauskommt, dass Francie ermordet wurde. Mannomann.

Weitere Rollen und aktuelles

Merrin spielte Mitte der 2000er auch noch die Susannah Rexford in der Serie „Summerland“, von der ich heute das erste Mal gehört habe und zu der ich daher leider überhaupt nichts sagen kann außer, dass es um ein paar Teenager geht, dir ihre Eltern bei einem Unfall verlieren.

2007 spielte sie außerdem die Dr. Naomi Bennett in der Doppelfolge 22 und 23 der dritten Staffel von „Grey´s Anatomy“, in welcher Addison die Praxis ihrer Freundin und Studienkollegin besucht, um sich bezüglich ihres Kinderwunsches beraten zu lassen. Wie das ausgeht, wissen wir – die Folge ist der Auftakt zum Spin-Off „Private Practice“. In der Serie wird Naomi allerdings nicht mehr von Merrin gespielt, sondern von Audra McDonald – ein Wechsel, der auf den ersten Blick nicht auffällt, die beiden Schauspielerinnen ähneln sich sehr.

Auch in den letzten 10 Jahren war Merrin weiterhin gut gebucht. Sie spielte 17 Folgen lang in „Hollywood Heights“ die Ellie Moss, hatte Gastauftritte bei „Shameless“, „Rizzoli & Isles“, „CSI“ und weiteren, spielte als Sharon Jeffords einige Folge bei „Brooklyn Nine-Nine“ und zur gleichen Zeit auch bei „Chasing Life“ als Dr. Susan Hamburg und als Ursula bei „Once Upon a Time“.

Zuletzt gab Merrin Dungey die Detective Adrienne Quinlan bei „Big Little Lies“ und auch bei „Star Trek: Picard“ wird sie in diesem Jahr zu sehen sein.

Merrin Dungey ist damit sicher eine der vielseitigeren Schauspieler und kann für viele unterschiedliche Charaktere besetzt werden – streng, liebevoll, ein bisschen verrückt oder auch ernst, ihr Repertoire ist breit. Ich freue mich auf viele weitere Serien mit ihr!

Steckbrief: Merrin Dungey

Geboren: 06. August 1971 in Sacramento, Kalifornien
Filmografie: IMDB
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