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Das Angebot wird immer exklusiver

TV-Thema der Woche: 100 Tage HBO Max in Deutschland – eine erste Bilanz

19. April 2026, 14:00 Uhr

Lang hat Warner Bros. Discory gebraucht, um den Streamingdienst HBO Max nach Deutschland zu bringen. Seit rund 100 Tagen gehört der Streamingdienst jetzt zum deutschen Markt – und muss sich gegen die etablierte Konkurrenz wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ wehren, außerdem gegen die deutsche Konkurrenz wie Joyn und RTL+ behaupten, die ihre Angebote weiter ausbauen. Und dann ist da ja noch Sky/WOW…

Aufreger-HBO-Max

… und damit auch der Grund, warum sich Warner Bros. Discovery so lange Zeit gelassen hat mit einem Start. Denn schließlich gab es eine umfangreiche Kooperation mit dem deutschen Pay- und Streaminganbieter, der sich selbst in Deutschland als „Home of HBO“ bezeichnete. Dazu gab es eine Vereinbarung zwischen Sky und HBO, nach der ein Großteil der HBO-Eigenproduktionen exklusiv und direkt bei Sky landen, von „Euphoria“ über „Game of Thrones“ bis „True Detective“. Eine ähnliche Vereinbarung hatte Sky auch mit Netflix: Lange vor dem Start des Streamingdienstes in Deutschland hatte Sky sich „House of Cards“ exklusiv gesichert – so dass die Serie auch dann noch lange exklusiv bei Sky lief, obwohl Netflix selbst längst buchbar war. Sowohl in dem Fall als auch bei HBO hat Sky entsprechend clever agiert.

Eine gewisse Verunsicherung ist da – was läuft auch bei Sky, was nur bei HBO?

Netflix‘ Vorteil war, dass es sich nur um eine Serie aus dem Portfolio handelte. Bei HBO ist gleich ein sehr großer Teil des HBO-Kataloges bei Sky gelandet – und bis heute noch verfügbar, was die Lage etwas undurchsichtig für die Kund:innen macht und den Entschluss erschwert, HBO Max zu buchen. Der Deal, den wir hier im Blog ausführlich beschreiben haben, sieht vor, dass abgeschlossene HBO-Serien zu HBO wandern, laufende Serien von Sky zu Ende geführt werden können – und parallel bei HBO anlaufen. Diese Übergangsfrist ist komfortabel für Sky und natürlich auch erstmal bequem für uns Kund:innen, denn wer den Fokus auf bestimmte aktuelle HBO-Serien gelegt hat, kann entspannt weiter bei Sky bleiben. Aber es ist dennoch ein Abo auf Zeit, denn neue HBO-Serien, die gibt es nur noch bei HBO Max.

HBO-Harry-Potter-und-der-Stein-der-Weisen-10

Ich selbst bin seit Jahren Sky-Kunde, habe mich dann aber doch für eine Kündigung entschieden, weil gefühlt abseits der HBO-Serie bei Sky nicht mehr viel übrig bleibt. Und die neuen Serien, die es nur bei HBO gibt, sind für mich absolut überzeugende Argumente gewesen, dann doch OK zu klicken beim HBO-Abo: „A Knight of the Seven Kingdoms“ zum Beispiel, oder die vielfach ausgezeichnete Serie „The Pitt“, die HBO mutmaßlich für den Deutschland-Start Sky vorenthalten hatte, oder auch „DTF St. Louis“ – alles wirklich tolle Serien, die ich ohne Wechsel verpasst hätte. Und es kündigt sich ja noch mehr an, wie die „Harry Potter“-Serie zum Beispiel.

The-Pitt

Überrascht war ich, dass es zum Start von HBO Max keine Aktionsangebote gab. Lediglich ein Kombiabo mit RTL+ war möglich, ich hätte aber auf Einführungsangebote gehofft. Nach einiger Zeit des Abwartens bin ich dann trotzdem zu HBO gegangen und habe Sky gekündigt – nur um Sky jetzt übrigens doch wieder zu abonnieren, weil jetzt hier nämlich günstige Aktionsangebote auf den Markt kamen. Für den Preis gönne ich mir Sky jetzt weiter, um zum Beispiel „The Rookie“ weiter zu schauen, eigentlich eine bei Disney+ beheimatete Serie, die Sky irgendwann mal – genau – ebenfalls exklusiv lizensiert hatte.

Erster Eindruck von HBO – so läuft der Streamingdienst im Alltag

Wie ist jetzt der erste Eindruck bei HBO Max nach 100 Tagen am Markt? Hier im Blog hatten wir ja schon einen Einblick direkt nach dem Start gegeben. Auch da hatte sich schon gezeigt: Erstmal ist es natürlich ein Streamingdienst wie jeder andere. Plattform und Handhabung machen jetzt keinen großen Unterschied zu Netflix oder Paramount+. HBO Max besticht natürlich durch die Qualität des Angebotes, mit den vielen, wirklich hochwertigen HBO- und Max-Originalen. Das macht schon Spaß, als Serien- (und auch als Film-)Fan reinzuschauen und neue Titel zu entdecken. Dazu kommen zahlreiche Klassiker-Titel von HBO oder aus dem Warner-Archiv, so dass man erstmal gut zu tun hat, sich mit den Titeln zu beschäftigen. Aufgeteilt ist der Dienst ganz simpel in Serien, Filme, HBO und – Sport; etwas überraschend, ja, aber HBO Max war ja extra zu den Olympischen Winterspielen 2026 gestartet, um möglichst öffentlichkeitswirksam zu sein. Hier laufen nach wie vor exklusive Sportsendungen, auch viel Live-Sport, allerdings nicht gerade von den beliebtesten Hauptsportarten. Gewundert hat mich bis hierhin, dass HBO nicht mehr aus seinen Film- und Serienuniversen macht. Das „Game of Thrones“-Universum, die DC-Welt oder die „Harry Potter“-Kollektion finden sich nur als einfache Kachel irgendwo im Wust der anderen Angebote. Da hätte ich eher erwartet (und fänd’s auch praktischer), wenn HBO das als prominente Kachel ganz oben im Dienst platzierte, wie Disney das mit Star Wars, Marvel & Co. macht.

4BLOCKS-ZERO-HBO-Max-02

Unsicher bin ich, ob es erfolgsversprechend für HBO Max ist, auf Eigenproduktionen für Europa zu setzen. „Banksters“ heißt das erste deutschsprachige Original, und dann steht noch „4BLOCKS ZERO“ an, ein Spin-Off zur deutschen Warner-Erfolgsserie „4BLOCKS“. Generell deutschen Produktionen einen Platz einzuräumen, nachdem sich Paramount+ & Co. sang- und klanglos davon zurückgezogen haben, ist definitiv schonmal lobenswert.

Nicht gerade erleichtert haben dürfte HBO Max den Start die Diskussion um die Zukunft des Medienunternehmens. Immerhin hatten sowohl Netflix als auch Paramount Interesse an Warner gezeigt – das führte zu einem Bieterstreit und zu einem Gezerre über die Zukunft von HBO. Wird Max Teil von Netflix? Oder von Paramount+? Oder bleibt’s eigenständig? Zu viel Unsicherheit für den einen oder anderen möglicherweise – auf jeden Fall eine weitere Herausforderung für den Anbieter, HBO Max sorgfältig im deutschen Markt einzuführen und zu etablieren. Aber es sind ja erst 100 Tage – mal sehen, wie sich das weitere Jahr entwickelt – vor allem dann, wenn zu Weihnachten 2026 die Harry Potter-Serie startet – exklusiv, nur bei HBO Max; und dann auch sicher verbunden mit einem ganz speziellen Weihnachtsangebot für alle, die noch nicht bei HBO Max sind.

Bilder: HBO

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Sonntag, 19. April 2026, 14:00 Uhr
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5 Kommentare

  • Captain Obvious

    Die oberflächliche Kritik soll beim Leser den Eindruck der Glaubwürdigkeit enstehen lassen, während das eigentliche Ziel ein übertriebenes und dadurch unglaubwürdiges Lob ist.
    Wieder einmal vermittelt dieser Autor den Eindruck: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.
    Werbung sollte als Werbung gekennzeichnet werden, wenn die Glaubwürdigkeit des gesamten Blogs (und dadurch natürlich auch die, aller anderen Autoren) nicht leiden soll.

    • Danke Dir für Deinen Kommentar. Schade natürlich, dass Du den Text als oberflächlich empfunden hast. Was hat aus Deiner Sicht denn noch gefehlt?
      Ich muss gestehen, ich verstehe nicht, wie Du zu der Vermutung gekommen bist, dass das eigentlich Ziel des Textes „ein übertriebenes und dadurch unglaubwürdiges Lob“ hätte sein sollen – wer käme denn auf so etwas?
      Und, da kann ich Dich beruhigen, als Werbung für HBO ist der Text nicht gedacht, es sind auch keine Gelder geflossen o.ä. – m.E. ist die Beschreibung und Bewertung der Plattform in dem Beitrag ausgewogen.

      • Captain Obvious

        Du lobst Handlungen als „clever agiert“ ohne zu erklären was daran clever war und wer davon profitierte.
        Du erklärst nicht, was angeblich „wirklich tolle Serien“ zu solchen macht?
        Wieso sind es „absolut überzeugende Argumente“ und warum ist etwas „lobenswert“?
        Wie belegst du Behauptungen wie „gefühlt … nicht mehr viel übrig“?
        Du formulierst deinen Text so, dass deine subjektive Meinung wie eine objektive Tatsache erscheint und daher tendiert er zur Manipulation.
        Und da schlecht belegte, positive Bewertungen für Streaminganbieter und für Produktionen bestimmter Anbieter von dir keine Ausnahme sind, sondern immer wieder zu beobachten sind, muss man irgendwann davon ausgehen, dass du nicht aus Überzeugung sondern im Auftrag „in hohen Tönen“ von etwas sprichst/schreibst.

      • Achso, ok, dann hast Du die Stilform unserer Artikel-Reihe nicht erkannt – da geht es wöchentlich um subjektive Eindrücke zu einem bestimmten Thema. Entsprechend schreibe ich natürlich aus einer persönlichen Sicht. Damit daraus eine objektive Tatsache würde, fehlten natürlich tatsächlich Belege. Aber den Anspruch hat der Text auch gar nicht.
        Hast Du denn schon in HBO Max reingeschaut? Dann würde mich einmal Dein bisheriger Eindruck interessieren.

      • Captain Obvious

        Oh man! Damit gibst du zu, dass alle neuen Besucher des Blogs das Opfer deiner Manipulationn werden, weil sie nicht wissen, dass du nicht objektiv bist…

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