In unserer Rubrik „Meine TV-Woche“ geht es um alles, was in den vergangenen Tagen bei uns über den Bildschirm flimmerte. Mal steht ein großer Serienneustart im Fokus, mal ein kleiner Geheimtipp oder eine Dokumentation, die länger im Gedächtnis bleibt. Diese Woche wurde es düster, emotional und erstaunlich nachdenklich.
„Xatar: Ein Leben ist nicht genug“
Diese Woche hat die Dokumentation „Xatar: Ein Leben ist nicht genug“ einen großen Eindruck bei mir hinterlassen. Am Donnerstag, dem 7. Mai, jährte sich der Todestag des berüchtigten Rappers Xatar zum ersten Mal. Zufällig habe ich mir genau an diesem Tag die dreiteilige Dokumentation in der ARD-Mediathek angesehen. Die Doku blickt auf dessen außergewöhnliches Leben zurück. Dabei geht es um seine Flucht nach Deutschland, seine Musikkarriere und den berühmten Goldraub, aber auch um die Menschen, die er geprägt hat. Die Doku führt viele unterschiedliche Perspektiven zusammen. Weggefährten wie SSIO, Apache 207 oder sogar Moritz Bleibtreu erzählen von einem Mann, der gleichzeitig Unternehmer, Familienmensch, Rapstar und rastloser Künstler war. Vor allem die Aussagen seiner Ehefrau Farvah verleihen der Serie eine sehr persönliche Ebene. Die Dokumentation romantisiert nicht jede Entscheidung ihres Protagonisten und reduziert ihn auch nicht auf den Skandal-Rapper. Hier wird das Bild einer Figur gezeigt, die ständig versucht hat, irgendwo anzukommen, und dabei immer wieder mit ihren eigenen Traumata zu kämpfen hatte. Gerade das viele Archivmaterial und die nachdenklichen Momente machen die Dokumentation sehenswert. Wer sich für außergewöhnliche Lebenswege oder ein Stück Deutschrap-Geschichte interessiert, sollte hier definitiv mal reinschauen.
„Daredevil: Born Again“ – Staffelfinale
Mit dem Finale der zweiten Staffel von „Daredevil: Born Again” hat Marvel die Fehde zwischen Matt Murdock und Wilson Fisk konsequent weitergeführt. Mir hat die Staffel insgesamt deutlich besser gefallen als der etwas holprige Neustart zuvor. Besonders überzeugend fand ich erneut Vincent D’Onofrio als Kingpin. Das Finale diese Woche lieferte dann noch einmal einige starke Momente. Trotz guter Kritiken hat die Serie scheinbar auch mit sinkenden Zuschauer:innenzahlen zu kämpfen. Die Serie baue zu sehr auf den alten Netflix-Serien auf. Wer nicht von Anfang an dabei war, hat hier einiges aufzuholen, um alle Referenzen und Beziehungen zu verstehen. Ebenfalls nicht sonderlich förderlich dürfte die Tatsache gewesen sein, dass die Serie parallel zu anderen Superheldenformaten wie „Invincible“ und „The Boys“ lief. Wer sich aber auf den Teufelskerl aus Hell’s Kitchen einlässt, bekommt eine der gelungensten Marvel-Comic-Umsetzungen der letzten Zeit geboten. Mehr zur zweiten Staffel erfahrt ihr in meiner Review.
Was lief bei euch diese Woche auf dem Bildschirm? Schaut ihr aktuell eher Serien, Filme oder Dokus?
Bilder: NDR | Disney






































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