Was darf geschaut werden?

Netflix: Neue Kinder-Kontrollen und Filter-Funktionen für Familien

Spoilerfrei
Maik
07.04.20

Netflix scheint sich gerade verstärkt der Kinder-Zielgruppe zu widmen. Nach den 10 besten Serien für Vorschulkinder neulich wurde jetzt gar eine ganze Reihe an neuen Funktionalitäten für die Nutzung der Streamingplattform durch Familien veröffentlicht. Vermutlich hat das auch mit der verstärkten Nutzung zu tun, die durch die Coronavirus-Pandemie und den einhergehenden Ausgangs-Einschränken zu tun hat. Immerhin befinden sich jetzt viele Kinder, die eigentlich in Kindergärten und Schulen wären, tagsüber zuhause bei den Eltern. Da lohnt sich neben Medienerziehung vor allem auch ein Blick auf Möglichkeiten, den Streaming-Giganten als Familie nutzen zu können.

„Jede Familie ist anders. Aus diesem Grund investieren wir in eine vielfältige Auswahl von Inhalten für Kinder und Familien aus der ganzen Welt. Dazu zählen etwa preisgekrönte Animationsfilme wie ‚Klaus‘ und ‚Familie Willoughby‘ (ab 22. April), Serien wie ‚Der kleine Bheem: einfach stark‘ oder interaktive Serien wie ‚Carmen Sandiego: Stehlen oder nicht stehlen?‘. Aus demselben Grund geben wir Eltern eine Reihe von Steuermöglichkeiten an die Hand, um für ihre Familie die passenden Entscheidungen zu treffen. Heute haben wir diese Steuermöglichkeiten auf vielfachen Wunsch unserer Mitglieder erneut aktualisiert und verbessert.“ (Michelle Parsons, Kids Product Manager)

Die Familien-Neuerungen im Überblick

Ich muss ja gestehen, dass der Kids-Bereich für mich bis vor einer Weile komplett unbekanntes Terrain war. Bei einem Teamtreffen haben wir bei AWESOMER Tobias dann mal Einblick in den kunterbunten Kinder-Baukasten erhalten. Doch jetzt soll es deutlich feinteiliger zu regeln sein, wer was zu sehen bekommt. Denn Eltern können ab sofort:

… einzelne Profile mit einer PIN sichern, wenn sie nicht möchten, dass Kinder diese benutzen

… Filter benutzen, um zu verhindern, dass Kinder Titel ansehen, die im Rahmen ihrer Profile nicht für sie geeignet sind. Diese Filter basieren auf den im Land geltenden üblichen Einstufungen

… bestimmte Serien oder Filme über den Titel für ein Profil sperren. Wenn dieser Filter aktiviert ist, erscheinen diese Titel erst gar nicht im Profil

… auf der Seite „Konto“ und „Profile verwalten“ alle Einstellungen für jedes Profil ganz leicht prüfen

… sehen, welche Titel sich ihre Kinder innerhalb ihres Profils angesehen haben

… das automatische Abspielen von Folgen in den Profilen ihrer Kinder ausschalten

„Alle Mitglieder können ab sofort diese neuen, verbesserten Steuermöglichkeiten über die Kontoeinstellungen auf Mobilgeräten oder dem Laptop dem eigenen Profil hinzufügen. Auswahl und Steuermöglichkeiten waren für unsere Mitglieder schon immer wichtig. Dies gilt insbesondere für Eltern. Wir hoffen, dass es Eltern künftig mit diesen zusätzlichen Steuermöglichkeiten leichter fällt, für ihre Familien die passenden Entscheidungen in Sachen Unterhaltung zu treffen.“ (Michelle Parsons, Kids Product Manager)

Das sind wie ich finde allesamt ordentliche neue Funktionen, die Eltern dabei helfen können, das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder im Blick zu behalten und steuern zu können. Gerade die FSK-analoge Weiche nach den entsprechenden Altersstufen ist schon einmal nicht schlecht. Meiner Meinung nach sollte und wird die Handhabe medialer Zugänge und Nutzungswege für Familien noch individueller justierbar werden. Eine unabhängige Gutachterkommission der „Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter“ (FSM) soll diese Neuerungen jedenfalls begrüßt und als „geeignetes Jugendschutzprogramm für geschlossene Systeme im Sinne des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages“ erachtet haben. Es ist jedenfalls schön zu sehen, dass Netflix hier seiner Verantwortung als Branchen-Riese nachkommt und hoffentlich ziehen andere Anbieter in Zukunft nach.

Netflix: Anleitung Kindersicherung

UPDATE: Hier noch ein neues Video, das erklärt, wie die Kindersicherungsfunktion eingerichtet werden kann.

„Um Kinder vor ungeeigneten Inhalten zu schützen, kannst du eine Kindersicherung einrichten. Und so geht’s!“

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