Extraordinary but fairly known British TV shows worth seeing?

Serientest: ’Allo ’Allo!

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Es ist Mittwoch und das kurz vorm Monatsende. Ihr wisst was das heißt. Genau. Es wird Zeit für den UK Serientest des Monats September. Nach einer recht alten Serien im letzten Monat bewegen wir uns nun wieder in Richtung Neuzeit. Wir bleiben aber dennoch in derselben Zeit wie im letzten Monat bei „Colditz“ . Denn auch „’Allo ’Allo!“ spielt in der Zeitspanne von 1939 bis 1945. Dieses Mal aber in Frankreich, dieses Mal aber eine Comedy. Und keine Schlechte.

In diesen ominösen Bestenlisten kommt die Serie immer wieder im oberen Mittelfeld vor, Grund genug also sich die Serie einmal näher anzuschauen.

Seriensteckbrief

Name: ’Allo ’Allo!
Genre: Comedy
Laufzeit: 25–45 Minuten
Folgen: 86 (9 Staffeln)
Ausstrahlung: 1982 – 1992 (BBC)
Darsteller: Gorden Kaye, Carmen Silvera, Vicki Michelle, Francesca Gonshaw, Kirsten Cooke u.v.m.

Handlung

René Artois ist Besitzer eines kleinen Cafés. Im Norden Frankreichs, in Nouvion. Der Norden ist zwar komplett durch die Deutsche Wehrmacht besetzt, man hat sich aber als Einheimischer so weit es geht mit den deutschen Soldaten arrangiert. Und auch Artois begrüßt täglich das Who-is-Who der örtlichen Deutschen Wehrmacht in seinem Café. Artois ist mit Edith verheiratet, unterhält aber jeweils ein heimliches Verhältnis mit seinen beiden Kellnerinnen. Außer der Tatsache, dass seine Frau weder gut kochen noch singen kann und die nervige Schwiegermutter oben unterm Dach tagtäglich im Bett vor sich hin döst, geht es René eigentlich ganz gut.

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Bis Michelle auftaucht. Und auch Michelle will René für sich gewinnen. Allerdings nicht im erotischen Sinne sondern für die Resistance. Ein Safe-Haus der Resistance ist aufgeflogen, die Beteiligten wurden allesamt auf dem Marktplatz erschossen, nun benötigt man ein neues Safe-Haus um britische Flieger aufzunehmen, sie mit gefälschten Pässen auszustatten und sie solange zu verstecken bis ihnen die Flucht heim auf die Insel gelingt. Und René beugt sich diesem Wunsch. Wenn auch unfreiwillig.

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So kommt es dass man im Laufe der Zeit ein ewiges Katz-und-Maus Spiel verfolgen kann. Denn einer der running gags ist die Tatsache, dass noch jeder der so kreativen Fluchtversuche der Flight Lieutenants Carstairs und Fairfax misslingt und die Beide kurze Zeit später wieder auf der Matte stehen.

Zudem spielt eine gewisse Madonna eine große Rolle. Dieses Mal keine Frau sondern ein Bild. Denn das Gemälde „Die gefallene Madonna“, weitläufig als „Die gefallene Madonna mit den prallen Möpsen“ bekannt, ist verschwunden. Wobei verschwunden das falsche Wort ist. Denn der Stadtkommandant Kurt von Strohm hat sich mehrere Kunstwerke angeeignet, darunter auch die Madonna, und sein Plan ist diese Kunstwerke nach dem Krieg für Höchstpreise zu verkaufen um sich einen schönen Lebensabend zu machen. Dumm nur, dass auch Hitler dieses Gemälde gerne hätte. So wird Herr Otto Flick von der Gestapo nach Nouvion geschickt um das Gemälde zu besorgen. Das Chaos im Café von René wird also immer größer, denn von Strohm nötigt Artois dazu das Gemälde zu verstecken, ansonsten würde ihn von Strohm verpfeifen, denn dass das Café als Fluchtunterstützung genutzt wird ist natürlich bekannt.

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Wars das für René? Nicht ganz. Denn René hockt auch zwischen den einzelnen Strömungen der Resistance. Artois steht nämlich aufgrund seiner Zusammenarbeit mit der gaullistischen Resistance auf dem Zettel der kommunistischen Résistance für eine der nächsten Exekutionen. Zu seinem Glück hat sich die Anführerin der kommunistischen Résistance aber in René verliebt was ihm das Leben rettet. Es aber auch nicht vereinfacht.

Wenn man jetzt noch anfügt, dass auch der homosexuelle deutsche Leutnant Hubert Gruber Interesse an René offenbart, wird man erkennen, dass man über die 86 Folgen einen inhaltlichen Overkill vorgesetzt bekommt, der einem mit Slapstick und schlechten Wortspielen versüßt wird.

Einordnung

Eine Serie voller Stereotypen. Dämliche Deutsche Offiziere, beschnurrbarte und des Französischen nicht mächtige britische Offiziere und hübsche und für jede Affaire zu habende naive französische Kellnerinnen. Sind wir mal ehrlich. Das ist alles recht flach. Alte Männer, schöne junge Frauen und rund herum schlechte Wortspiele, erotische Andeutungen, Slapstick und jede Menge Klischees über Deutsche, Franzosen und Engländer. Das soll funktionieren?

Aber in dieser Serie werden alle Nationalitäten als Gauner und Idioten dargestellt und dadurch wird es lustig. Wenn man den Humor der Serie mag, wird man großen Spaß haben. Es ist nämlich so lächerlich, dass es schon wieder gut ist. Ich habe mich selber mehrfach erwischt wie ich geschmunzelt, ja, teilweise sogar gelacht habe. Und ich schäme mich dafür nicht.

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So lächerlich und überfüllt wie der Rahmen der Serie ist, so erfolgreich war sie. Nicht nur das sie länger lief als dass der 2. Weltkrieg an sich gedauert hat, nein, die Serie ist eigentlich eine sehr exakte Kopie eine anderen erfolgreichen britischen Serie, die Rede ist von „Secret Army“, beides lief in der BBC. Und dennoch konnte man über zehn Jahre ein Publikum gut unterhalten.

Wer auf mal mehr mal weniger gute Wortspiele steht, Slapstick zu würdigen weiß, sympathische Figuren mag und nicht jede erotische Anspielung (Altherrenwitze) allzu ernst nimmt, für den ist „’Allo ’Allo!“ definitiv ein Blick wert.

Zum Abschluss der Humor der Serie in Bild und Ton. Also ich musste lachen. Und Ihr?

Bilder: BBC

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