Search Party, Stranger Things, Master of None, ...

In weiteren Rollen: John Reynolds

Spoilerfrei
Maik
03.11.19

Ursprünglich hatte ich gedacht, heute Darstellerin Alia Shawkat im Zuge unserer „In weiteren Rollen„-Reihe zu portraitieren. Da Jonas ihr jedoch 2017 ein Türchen unseres „sAWEntskalenders“ gewidmet hatte, fühlte sich dass gedoppelt an, auch wenn es mit z.B. ihrer Rolle in „Living With Yourself“ ein kleines Update gegeben hätte. Aber ich musste gar nicht so weit schauen und habe mich einfach für ihren „Search Party“-Kollegen John Reynolds entschieden. Der ist zwar namentlich jetzt nicht soo bekannt, dürfte aber vielen Serien-Fans bereits auf dem Bildschirm erschienen sein, wenn auch eher in kleineren Rollen. Interessant ist ein Blick in seine filmische Vita aber allemal. Vor allem, weil er auch selbst Drehbücher schreibt und allgemein eine sehr authentisch-skurrile Art an sich hat, wie ich finde.

Vom Theater ins Internet

John Paul Reynolds hat seine darstellende Karriere eigentlich am „Annoyance Theatre“ in Chicago begonnen. Nach Film- („Party Time Party Time“, 2013) und Comedian-Show-Auftritten („The Chris Gethard Show: Public Access“, 2014) ging es 2015 so richtig los mit einer Webserie. Okay, „We Have To Move“ hatte gerade mal sechs Episoden, die jeweils ein paar Minuten lang waren und Reynolds war nicht einmal in allen Folgen zu sehen. Aber weil es alle online anzuschauen gibt (Webserie halt…), will ich Episode 2 mal hier rein packen, in der er erstmals auftritt:

Mini-Rollen in „Red Oaks“ und „Master of None“

So richtige Serien folgen noch im gleichen Jahr, noch immer nur mit super kleinen Statisten- bzw. Gast-Rollen. Weder in der „Red Oaks“-Episode „The Wedding“ (S01E03), wo er als „Bartender“ geführt wird, noch in S01E10 von „Master of None“ („Finale„) wird Reynolds auch nur ein Rollenname zugesichert. Dort erhält er den großartigen Credit „Excited Dude“.

Aaron in „High Maintenance“

Ta-daa! Die erste Serien-Rolle mit richtigem Namen kam 2016. Okay, nur mit einem Vornamen und erneut lediglich in einer Episode, aber Reynolds hat mit „Aaron“ in der Episode „Selfie“ (S01E05) von „High Maintenance“ immerhin einen etwas größeren Auftritt, der zudem auf YouTube zu finden ist:

Sohnemann in „Thanksgiving“

Die erste wiederkehrende Rolle im Haupt-Cast einer Serie folgte ebenso 2016 mit der des Chad Morgan in „Thanksgiving“. Die Comedy-Familien-Miniserie mit acht Episoden hält nicht nur einen Rollen-Nachnamen, sondern auch prominente Rolle als Sohn der Familie inne.

Mitglied der „Search Party“

Ich habe John Reynolds zumindest wissentlich erstmals in „Search Party“ wahrgenommen. Dabei wurde seine Rolle des Drew Gardner mir bereits vor der ersten gesehenen Minute in einen Rahmen gedrückt, denn das war beim „Seriencamp“ 2016 der Fall. Dort feierte die TBS-Serie Deutschland-Premiere und wurde von BR Puls-Moderatorin Ariane Alter angekündigt mit den (sinngemäßen) Worten: „Und ihr Boyfriend ist ja schon irgendwie ganz sexy, aber auf so eine seltsam geekige Art“. Okay. Bei uns schlug das Screening vollends ein, nach der ersten Staffel wurde „Search Party“ zu einem von viel zu wenigen gesehenen Geheimtipp.

Officer in „Stranger Things“

Wie das oftmals so ist, habe ich erst nach dem Anschauen von „Search Party“ und bei Staffel Zwei von „Stranger Things“ bemerkt, dass John Reynolds dort ja auch mitspielt. Zugegebenermaßen in einer recht unauffälligen Rolle, aber er ist regelmäßig als Officer Callahan zugegeben gewesen und dürfte so einem absoluten Millionenpublikum vor die Augen gekommen sein.

In diesem Jim Hopper-Zusammenschnitt ist Reynolds ab 1:20 kurz zu sehen:

Teil der Serien-Adaption von „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“

Dieses Jahr gehörte Reynolds dann noch zum Hauptcast von „Four Weddings and a Funeral“. Im Hulu Original sind allgemein ein paar serienbekannte Gesichter dabei, wie ihr dem Trailer entnehmen könnt (u.a. Nathalie Emmanuel, die man als Missandei aus „Game of Thrones“ kennen könnte, oder auch Brandon Mychal Smith aus „You’re The Worst“ – nur so als Gedankenstütze für kommende Ausgaben dieser Rubrik…):

Kurzfilmmacher

John Reynalds ist wie eingangs angedeutet aber nicht nur vor der Kamera aktiv. Auch als Drehbuchautor und Regisseur hat er erste kleine Fußstapfen hinterlassen können. Vor allem mit seinen teils ins Absurde und Künstlerische abdriftenden Kurzfilmen hat er einen Stein bei mir im Brett. Und weil man als Filmemacher auch entscheiden kann, wer die Hauptrolle spielt, ist er dort auch entsprechend prominent zu sehen.

Hier die beiden meiner Meinung nach sehenswerten Kurzfilm „Women Are Mean“ und der jüngst erst erschienene „TO THE MOON“:

John Paul Reynolds Steckbrief

Geboren: 05.08.1991 in Madison, Wisconsin (USA)
Filmografie: IMDb-Seite
Social Media: Instagram | Twitter
Deutsche Synchronstimme: Jens Wendland („Stranger Things“) und mehr

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