King of Queens, Justified, Happy!, Veronica Mars, ...

In weiteren Rollen: Patton Oswalt

Spoilerfrei
Maik
26.05.19

Ein bisschen wollen wir in der Rubrik „In weiteren Rollen“ ja auch die vielen, vielen Nebendarsteller ehren, die fernab des großen Scheinwerferlichts tolle Serien erst wirklich toll werden lassen. Und auch sie können ihren Stempel aufdrücken und einzelne Serien, Staffeln, Folgen oder Szenen durch ihr Auftreten aufwerten. Ein Paradebeispiel ist meiner Meinung nach Patton Oswalt. Der aus „King of Queens“ bekannte Darsteller ist mittlerweile gleich mehrgleisig unterwegs. Schauspiel sowie Produktion in Film und Fernsehen, Synchronsprechen oder auch eigene Comedy-Programme sind einige der vielen Talente von ihm. Und dazu ist er auch noch ein bekennender Nerd und irgendwie jemand wie du und ich. Nur mit mehr Bekanntheit und Geld, vermutlich.

Wie das bei Nebendarstellern so ist, haben sie kaum über viele Jahre laufende Rollen, sondern etliche kurze Arbeiten vorzuweisen. Daher ist dieser Beitrag nur ein Anriss des bisherigen Schaffens Oswalts, in dem ich lediglich ein paar nennenswerte Highlights rausgepickt habe. Und „BoJack Horseman“ und „Community“ lasse ich mal raus – die hatte ich ja schon in der Alison Brie-Ausgabe dabei…

Videothek-Angestellter in „Seinfeld“

Haben viele Schauspieler gänzlich unbekannte oder zumindest seltsam anmutende erste Arbeitsproben vorzuweisen, hat Patton Oswalt direkt mal eine starke Referenz erarbeitet. Unter seinen ersten gelisteten Darsteller-Tätigkeiten findet sich 1994 doch tatsächlich ein kleiner Auftritt in „Seinfeld“ (S06E05 „The Couch“). Gibt schlechtere Starts! Hier die Szene mit einem stark verjüngten Oswalt und einem stark in die Tage gekommenen Geschäftsfeld: VHS-Verleih.

Spence Olchin in „King of Queens“

Seine bis dato größte Rolle hatte Oswalt wohl als Spence Olchin in „King of Queens“. Von 1998 bis 2007 hat er in 179 Episoden einen der besten Freunde von Hauptfigur Doug Heffernan (Kevin James) verkörpert. Ich denke, ich brauche zu der Rolle nicht mehr weiter schreiben, viele von uns haben ihn hier zum ersten Mal wahrgenommen.

Menschenschmuggler in „Burn Notice“

Ein Grund dafür, dass ich Patton Oswalt für diesen Beitrag ausgewählt habe, ist, dass ich mich jedes Mal freue, wenn ich ihn als Gastdarsteller in einer Serie zu sehen bekomme. Das erste Mal, an das ich mich diesbezüglich erinnere, ist seine Rolle in der sechsten Staffel von „Burn Notice“, in der er als Calvin Schmidt einen Experten für das aus-dem-Land-Schaffen von Menschen zu sehen war.

Feuerwehrmann in „Brooklyn Nine-Nine“

Eine weitere dieser „Yay!“-Momente waren seine zwei Gastauftritte in „Brooklyn Nine-Nine“ für mich. Als Fire Marshall Boone hat er das Team Feuerwehr im ewigen Wettstreit gegen die Polizei gespielt, wenn es um den inoffiziellen Titel der volksdienlichsten Heldengruppe geht. Besonders sein Spiel mit Andy Samberg hat wunderbar harmoniert – siehe diesen Ausschnitt:

Verwirrter Erbe in „The Heart, She Holler“

Eine seiner größeren Rollen dürfte die des Hurlan in der adult swim-Serie „The Heart, She Holler“ gewesen sein, in der in 22 Episoden der drei zwischen 2011 und 2014 ausgestrahlten Horror-Comedy zu sehen war. Wem die Serie bislang genau so wenig sagte, wie mir, sei dieser Trailer hier ans Herz gelegt (solange ihr Kunstblut abkönnt):

Polizist in „Justified“

Uniformen scheinen Oswalt zu liegen. In „Justified“ war er über die Jahre als Polizist Bob Sweeney immerhin sechs Mal zu sehen. Viel mehr kann ich zu der Rolle leider nicht sagen, da ich die Serie nie gesehen habe, aber als eine der namhaftesten in seiner Filmografie, wollte ich euch diese nicht vorenthalten. Weiter geht’s!

Mehrfachrolle in „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“

Wenn man heutzutage als Schauspieler was auf sich halten möchte, ist man gefälligst Teil des Marvel-Universums. Oswalt hat das gleich mehrfach vollbracht, in dem er mehrere Rollen in der Serie „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ verkörperte. Billy, Sam, Eric und Thurston Koenig sind Brüder, Agenten und sehen alle gleich aus. Ein originelles Spiel, das ihm sicherlich Spaß und der technischen Crew das ein oder andere Kopfzerbrechen bereitet haben dürfte.

Politiker in „Veep“

Seine vermutlich ranghöchste Rolle hatte Oswalt in „Veep“. Zwischen 2015 und 2019 hat er Teddy Sykes gespielt, der „Chief of Staff“ des Vizepräsidenten und „Campaign Manager“ eines Kandidaten war. Die Rolle habe ich natürlich größtenteils aufgrund des obigen Fotos in diese Auswahl mit rein genommen.

Happy in „Happy!“

Mein aktueller Aufhänger für diesen Beitrag ist Patton Oswalts Rolle in „Happy!“. Und auch wenn er die namensgebende Figur mimt, ist er zum einen nicht so ganz-ganz die Hauptfigur, zum anderen spricht er sie nur. Happy ist nämlich der Fantasiefreund eines kleinen Mädchens, in Gestalt eines animierten blauen Mini-Einhorns. Wer jetzt denkt, das sei eine schnulziger Kinder-Serie – weit gefehlt. In „Happy!“ geht es mächtig zur Sache – Gewalt, Sex und derber Humor. Herrlich (s. mein Review zu Staffel 1)!

Und viele mehr…

Das war der Schnelldurchlauf durch einige der größeren Stationen Patton Oswalts, rein auf Fernsehserien bezogen. Abseits dessen gab es ihn unter anderem noch in „We Bare Bears“, „Archer“, „Baymax – Riesiges Robowabohu“, „GTA“-Spielen oder den „Pets“-Filmen zu hören sowie in „Crazy Ex-Girlfriend“, „Santa Clarita Diet“, „Modern Family“ und „Two and a Half Men“. Und im Laufe des Jahres wird er bei der Comeback-Staffel von „Veronica Mars“ als Penn Epner zu sehen sein. Ein bewegtes Leben eines interessanten wie sympathischen Schauspielers. Sollte ich eine wichtige Rolle vergessen bzw. nicht berücksichtigt haben – ab in die Kommentare damit! Ebenso, solltet ihr Lieblingsrollen von und -Momente mit Oswalt haben.

Patton Oswalt Steckbrief

Name: Patton Peter Oswalt
Geboren: 27. Januar 1969 in Portsmouth, Virginia
Filmografie: IMDb-Seite
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Deutsche Synchronstimme: Jens Wawrczeck
Awards (Auszug):
2013 – „Parks and Recreation“: Critics Choice Television Awards – „Best Guest Performer in a Comedy Series“ (Gewonnen)
2016 – „Talking for Clapping“: Primetime Emmy Awards – „Outstanding Writing for a Variety Special“ (Gewonnen)
2017 – „Talking for Clapping“: Grammy – „Best Comedy Album“ (Gewonnen)
2018 – „Annihilation“: Primetime Emmy Awards – „Outstanding Writing for a Variety Special“ (Nominiert)

Bilder: USA Network, adult swim, FX und HBO.

Ein Kommentar

  • Seine Rolle in „Justified“ ist großartig! Macht vor allem Spaß, wenn er neben Timothy Olyphant so tolpatisch daher kommt und irgendwie immer für Chaos sorgt. Aber er meint’s ja gut… ;-)



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