Soundtrack der Woche #66

Musik in: Outlander, Season 2 (Bear McCreary)

Mini-Spoiler
Michael
07.11.16

outlander-season2

Neue Folge unserer Serie „Soundtrack der Woche“: Hier stellen wir Euch regelmäßig Scores, Tracks und Musik-Alben zu unseren Lieblingsserien vor. Dabei gehen wir einerseits auf die Akteure hinter dem Soundtrack ein, aber natürlich auch ausführlich auf die Musik selbst – und ihre Wirkung auf die Serie. Hier gibt es außerdem eine serieslyAWESOME-Playlist bei Spotify zur Soundtrack-Reihe mit den besten Serien-Tracks.Folge 66: Musik in: Outlander, Season 2.

Die Serie – darum geht’s

In Outlander geht es um die Hauptfigur Claire, die in Schottland einen mystischen Stein berührt – und dadurch das Jahr 1945 verlässt und im 18. Jahrhundert landet. Ursprünglich ist die junge Militär-Krankenschwester, gespielt von Caitriona Balfe, mit ihrem Mann Frank Randall (Tobias Menzies) in den zweiten Flitterwochen in den schottischen Highlands. Nach der traumatischen Zeit des Zweiten Weltkriegs genießen die beiden zum ersten Mal seit Jahren eine unbeschwerte(re) Zeit.

Nach dem Zeitsprung ins Jahr 1743 landet sie mitten im Schlachtgetümmel zwischen katholischer Schotten und protestantischer Engländern. Zwischen den Fronten befindet sich Claire in Lebensgefahr, wird aber von dem Highlander Jamie (Sam Heughan) gerettet. Erst nach und nach erahnt Claire, was mit ihr geschehen zu sein scheint. Im Schottland des 18. Jahrhunderts hat sie sich schließlich nicht nur mit anderen Sitten und Gebräuchen zurechtzufinden, es gelten auch andere Rechte. Aber: Ihr Wissen als Krankenschwester kann sie als Heilerin einsetzen – doch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sind vielen Zeitgenossen im 18. Jahrhundert unheimlich. Zum Ende der 1. Staffel verschlägt es Claire und Jamie dann nach Frankreich. Dortsetzt die 2. Staffel dann an.

Die Idee zur Serie hatte Ronald D. Moore, der unter anderem Battelstar Galactica und Caprica ersonnen hat und für verschiedene Star Trek-Serien mitverantwortlich war. Die Serie basiert auf den Büchern von Diana Gabaldon.

Der Komponist

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Komponist des Score zu Outlander ist Bear McCreary. Zu ihm haben wir in dieser Reihe ja schon oft etwas gesagt, einmal mit seinem Terminator-Seriensoundtrack und dann mit Caprica. Der Amerikaner ist Jahrgang 1979 und vor allem durch den Battlestar Galactica-Soundtrack ab 2004 bekannt geworden. Zu hören ist seine Musik außerdem in The Walking Dead oder Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.. Außerdem stammt von ihm der Soundtrack zu Black Sails, Da Vinci’s Demons.

Bear McCreary – der Name passt ja schonmal zu einer Serie, die in den schottischen Highlands spielt – war selbst bisher lediglich einmal selbst in Schottland. Die Kultur hat ihn aber sein gesamtes Leben begleitet, wie er in seinem Blog und in den Inner Notes zum Soundtrack-Album schreibt:

Scottish music and culture has been an obsession of mine for nearly my entire life. Growing up in Bellingham, WA, my friends and I attended the Highland Games every summer for over a decade. This was the highlight of the summer for me, watching the Caber Toss and the bagpipe bands while wolfing down copious amounts of red meat.

Schon beim Battlestar Galactica-Soundtrack hat er schottisch-irische Instrumentierungen eingesetzt – Ronald D. Moore hätte ihm seinerzeit vollkommen freie Hand beim Score gelassen. Mit Outlander hätte sich für ihn ein großer Traum erfüllt, wie Bear McCreary schreibt. Die Serie hätte ihm erlaubt, jene Art von Score zu schreiben, von der er sein Leben lang geträumt habe.

Hearing the orchestra reach its highest notes while watching the drama unfold, I was overwhelmed with emotion.“

In der 2. Staffel behält er den Grundton der 1. Staffel bei, setzt aber auch francophone Akzente, zum Beispiel gleich mit dem Titelsong, der auf Französisch daher kommt. Grundsätzlich teilt sich der Soundtrack im Prinzip in einen französischen und in einen schottischen Teil auf, wie Bear McCreary auch in seinem Blog erklärt:

The album feels almost like two different albums played back to back. The first half presents music from Paris, beginning with the French version of the “Skye Boat Song.” Track 11, the “Jacobite” version of that same song, shifts the tone radically to music from the Scotland episodes.

Gerade zu den französischen Folgen hätte er gerne noch mehr gearbeitet, allerdings hätte ihn auch diese Arbeit schon als Komponist weiter gebracht:

Listening back to these tracks now, I am struck by how unique they are in comparison to my career output to date. I feel a tinge of sadness that my experience here was so brief. I wish the Paris episodes spanned even more seasons. I may never again have the chance to play around in this vast and expressive era of musical history. Still, I focus on the positive. Working on these seven episodes of television made me a better composer, and I’m grateful for them.

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