Perlen aus der Vergangenheit - Ausgabe #57

Klassiker der Woche: The Fall Guy (Ein Colt für alle Fälle)

Mini-Spoiler
Michael
25.09.16

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Wenn wir über Serien-Klassiker sprechen, dann ist das hier wirklich so ein Vorzeigeexemplar aus den 1980er Jahren: „The Fall Guy“. Keine allzu schwere Kost, sondern vielmehr leichte Unterhaltung, mit ausreichend Action, einer leicht zu verstehenden Handlung und ein bisschen Witz. Typische Glen Al Larson-Entwicklung eben, dieses „The Fall Guy“, oder „Ein Colt für alle Fälle“, wie es bei uns hieß.

Es geht um den Stuntman Colt Seavers, dessen Auftragslage leider nicht ausreichend, um über die Runden zu kommen. Deswegen ist er nebenbei als Kopfgeldjäger unterwegs und sucht Angeklagte, die auf Kaution draußen sind – und irgendwie verschwunden. Auftraggeberin ist Samantha „Big“ Jack in Staffel 1, gespielt von Jo Ann Pflug, ab Staffel 2 von Terri Michaels, gespielt von Markie Post, so eine Art Urgestein der 80er-Jahre-Serienunterhaltung. Colt Seavers wird von Lee Majors gespielt, den das Serienpublikum vor allem aus der 70er-Jahre-Serie „The Six Million Dollar Man“ kannte, im Prinzip so eine Art Vorläufer der heutigen Superhelden-Serien, nur im Agenten-Style.

In jeder Folge erledigt Colt auf jeden Fall einen Auftrag seiner „Chefin“ Terri, unterstützt von seinem Cousin Howie Munson, der so ein bisschen verstrahlt daher kommt und auch das eine oder andere Mal dafür sorgt, dass ein Auftrag nicht direkt klappt. Weitere Unterstützung bekommt Colt von seiner „Assistentin“ Jody Banks, gespielt von Heather Thomas, einer gutaussehenden angehenden Schauspielerin, für die „The Fall Guy“ eine Srt Sprungbrett war und die man auch noch häufiger in Serien der 80er Jahre bewundern konnte, in „Love Boat“ zum Beispiel, oder in „T.J. Hooker“. Leider hatte sie bald mit Drogenproblemen zu kämpfen und begab sich auf Anraten ihres Schauspielkollegen Lee Majors in Therapie.

Ein weiterer Held der Serie ist Colts Auto, ein GMC Sierra Grande. Der Pickup muss in der Serie einiges aushalten, angefangen von Sprüngen über Autos und Busse, über Brandanschläge bis zu der einen oder anderen Wässerung in Flüssen oder Seen. In der Serie hält der Wagen die 112 Folgen durch, für die Dreharbeiten musste GMC als Vetragspartner der Serie allerdings etliche Fahrzeuge ausliefern. Im Laufe der Serie sieht man ab und zu auch bauliche Veränderungen am Pickup, einmal das normale Facelift aus der Serie, aber auch Verstärkungen an der Karosserie und ein neuer Platz für den Motor. Für Genießer gibt’s hier nochmal alle Sprünge des GMC aus der Serie.

Seriensteckbrief

Name: Ein Colt für alle Fälle
Originalname: The Fall Guy
Genre: Action
Laufzeit: 45 Min.
Folgen: 112 (in 5 Staffeln)
Erstausstrahlung: 04.11.1981 (ABC), 08.03.1983 (ZDF)
Darsteller: Lee Majors, Douglas Barr, Heather Thomas, Markie Post
Bei YouTube gibt’s noch einen ziemlich netten Channel von User Colt Seavers, der alle Folgen im Original listet.

Im ZDF lief die Serie ab 1983 im Vorabendprogramm, so dass ich damals die Serie auch schon sehen durfte. War immer recht unterhaltsam, eben im Prinzip so auf dem Niveau von „Simon & Simon“ oder „Trio mit vier Fäusten“. Vom Humor her ging’s zumindest in der deutschen Synchronisation auch so ein bisschen in Richtung der Bud Spencer- und Terence Hill-Filme. Man hatte eben immer mit Colt einen Fall zu lösen, musste mit ihm leiden, wenn’s wieder einen auf die Nase gab oder er mit seiner Stuntman-Gage nicht über die Runden kam. Die Serie war auch so ein bisschen als Hollywood-Kritik gedacht, war aber gleichzeitig auch eine Hommage an den Beruf des Stuntman. Im actionreichen Vorspann gibt’s direkt mehrere bekannte Stunts aus Hollywood-Filmen zu sehen, unter anderem aus den Filmen „Zwei Banditen“, „Die Höllenfahrt der Poseidon“, „Mister Billion“ und „Trans-Amerika-Express“, alles jeweils vermischt mit Szenen aus der Serie. Im Einstieg der Serie spricht Colt Seavers aus dem Off auch jeweils ein bisschen über sein Stuntman-Leben und erklärt, warum er „diese Kopfgeld-Sache“ auch noch machen muss.

Hier nochmal der Vorspann zur Serie mit dem ziemlich bekannten country-like „The unknown Stuntman“-Song, den Glen A. Larson mal wieder selbst geschrieben hat und der von Lee Majors gesungen wurde.

Ein Kommentar



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