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Tops und Flops

Mein Serienjahr 2019: Maik

Spoilerfrei
Maik
30.12.19

Und schon wieder ein Jahr vorbei. Gefühlt hatte das TV-Jahr 2019 mehr zu bieten als je zuvor. Immerhin haben etliche große Formate ihr Ende gefunden und mindestens genauso viele vielversprechende neue Serien sind gestartet. Vor allem im Herbst hatte man das Gefühl, dass Netflix und Co. täglich mit neuen Staffeln nach uns werfen und man kaum hinterher kommt. Und alleine die letzten zwei Monate hatten so viele Highlights zu bieten – Wahnsinn. Aber der Reihe nach. Hier meine persönlichen seriesly AWARDS 2019.

Most AWESOME Drama: Mr. Robot

Glücklicherweise starten wir direkt mit der „Drama“-Kategorie, denn so kann ich das Loblieb auf die Serie des Jahres direkt zum Eingang abliefern und ihr habt es hinter euch. In dieser Kategorie habe ich nicht im Ansatz nach anderen Serien für eine imaginäre Shortlist Ausschau gehalten, „Mr. Robot“ war einfach das Beste, das dem Fernsehen seit langer, langer Zeit passiert ist. Mit der vierten Staffel hat man nicht nur nicht enttäuscht, sondern ein absolutes Meisterwerk abgeliefert, das im großartigen Serienfinale mündete, das mehr Eindruck bei mir hinterlassen konnte als „Breaking Bad“. Solltet ihr es noch immer nicht gesehen haben – tut es!

Most AWESOME Comedy: Rick and Morty

So ganz eindeutig, wie beim Drama und wie ich es mir gewünscht hätte, war es zwar nicht, aber trotz der lediglich fünf Episoden in diesem Jahr muss ich einfach mit „Rick and Morty“ gehen. Dafür waren die größtenteils schlichtweg ein Exempel, wie moderne Comedy auszusehen hat. Hohes Tempo, durchdachte Dialoge und Storylines, dazu der typisch abgedrehte Humor. Letztlich landete die durchgeknallte Adult Swim-Serie für mich knapp vor dem gewohnt starken aber in dieser Staffel in einigen Belangen etwas überdrehten und eben sehr ins Drama-Genre übergehenden Staffel „The Marvelous Mrs. Maisel“. Und ja, „Brooklyn Nine-Nine hat sich wieder gefangen, aber landet eher auf Rang 3, „Silicon Valley“ hatte in der finalen Staffel gute Momente, insgesamt aber nicht mehr den Drive der ersten Seasons und „Fleabag“? Nun ja, irgendwie ist es wohl eher „Dramedy“ und auch wenn ich es richtig gut fand, so bin ich dem totalen Hype dann doch nicht verfallen und empfand die zweite Staffel nicht wirklich epochal besser als die erste.

Most AWESOME SciFantasy: Watchmen

Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass hier nicht „Game of Thrones“ stehen würde…?! Wie eingangs geschrieben hatte 2019 so einige ziemlich geniale Neustarts. Und kurioserweise findet sich vieles im „SciFantasy“-Genre wieder, weshalb ich die Auflistung eigentlich auch in der nächsten Kategorie bringen könnte. Entsprechend habe ich zwei absolute Vorreiter aufgeteilt, um beide in dieser Liste unter zu bekommen. Das könnte man auch problemlos tauschen.

Bei den etablierten Serien war „Preacher“ mal wieder unterhaltsam und „Legion“ konnte eine sehr feine letzte Staffel abliefern. Nochmal besonderer war für mich jedoch „Watchmen“. Wie in meinem Review zur Debüt-Staffel beschrieben war der Einstieg hart, aber es wurde besser und besser und besser. „The Witcher“ oder auch „The Mandalorian“ wären da noch als Neustarts zu nennen, vor allem aber…

Most AWESOME Neustart: The Boys

Wie gesagt, „The Boys“ hätte faktisch auch in der Kategorie „SciFantasy“ laufen können und die Konkurrenz ist ähnlich prominent. Zu „The Witcher“ und „The Mandalorian“ gesellen sich aber noch das tolle „Russian Doll“ oder auch das bislang sehr einnehmende „Servant“ bei mir. Wie u.a. Fabio bin ich aber vor allem von „The Boys“ begeistert. Vielleicht auch, weil meine Erwartungen an „noch eine Superheldenserie“ recht überschaubar waren, aber die Serie weiß genau diesen Standpunkt zu vertreten und spielt mit Klischees und gegen Einerlei-Langeweile. Smarte Kritik an modernen Gesellschaftsstrukturen auf einer fantasievollen Analogie-Ebene, die zudem viel schwarzen Humor und ausgezeichnet gezeichneten Figuren besticht.

Größte Überraschung: Zomboat!

Hier könnte ich natürlich anführen, dass die fehlende Enttäuschung beim Serienabschluss von „Mr. Robot“ bei den hohen Erwartungen irgendwo eine Überraschung gewesen wäre (ja, ich bekäme die Serie so ziemlich in jede Kategorie rein!). Aber nein, ich wähle mal den anderen Weg. Beim Setting von „Zomboat!“ hatte ich wirklich geringe Erwartungen. Ich meine, eine Truppe, die mit einem Boot über einen Kanal vor Zombies flieht? Hm.. Aber die Staffel war überraschend konsequent, lustig und originell. Lest mehr dazu und schaut die Folgen hier im Review-Beitrag an.

Größte Enttäuschung: Fear the Walking Dead

Puh. Es gab viele Enttäuschungen dieses Jahr. Nein, auch hier folgt kein „Game of Thrones“, denn auch wenn die finale Staffel hinter den Erwartungen zurück geblieben ist und etliche logische Schwächen offenbart hat, war das noch immer gutes Fernsehen. Und ja, „Black Mirror“ lag hinter den Erwartungen, auch ein paar andere Staffeln und vor allem Serienfinals. Aber hier kann man eigentlich nichts anderes als „Fear The Walking Dead“ nennen. Und das, obwohl die Erwartungen schon auf denkbar niedrigem Niveau waren. Es war einfach Wahnsinn, was für einen Mist wir da teils Woche für Woche vorgesetzt bekommen haben. Das GIF oben mag gar in die Irre führen, zeigt es doch einen Hauch von origineller Bild-Inszenierung, aber alleine die dramatischen Umstände um diesen Moment herum haben ganz gut demonstriert, wie banal diese Serie eigentlich geworden ist. Ein Trauerspiel (und somit irgendwie real gewordener TV-Horror)…

Most AWESOME Episode: 407 Proxy Authentication Required (Mr. Robot S04E07)

Tut mir leid, aber hier führt wieder absolut kein Weg an „Mr. Robot“ vorbei. Gab es einige geniale Episoden in Staffel 4, so war „407 Proxy Authentication Required“ vielleicht das Beste, das ich je im Fernsehen gesehen habe. Große Worte, aber ich bin da nicht alleine. Nach aktuellem Stand und über 12.950 Stimmen steht das (gewichtete) IMDb-Rating noch immer bei perfekten 10,0. Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber auch wegen experimenteller Episoden wie dieser hat „Mr. Robot“ den Status des originellen Meisterwerks erhalten. Die Folge war einfach perfekt (s. mein Review dazu).

Most AWESOME Scene: Silicon Valley

Eigentlich wäre hier mal wieder „Mr. Robot“ dran, aber zum einen spoilert das zu sehr und es soll ja auch zumindest ein wenig abwechslungsreich sein. Vom emotionalen Grad ist das aber gar nicht mal soo anders, obwohl wir in den Comedy-Bereich abdriften. Denn eine der einnehmensten Szenen des Jahres gab es in der finalen Staffel „Silicon Valley“ zu sehen. In der Folge „Maximizing Alphaness“ (S06E04) erfährt Jared, wo seine leiblichen Eltern leben und besucht diese. Der Rest ist ein fremdschämendes Trauerspiel, aber seht selbst:

So cringy…

Most AWESOME Character: Baby Yoda (The Mandalorian)

Mit neuen Serien kommen auch immer neue Figuren. Und eine, die die ganze Galaxie in ihren Bann gezogen hat, ist Baby Yoda in „The Mandalorian“. Sooooo süß!

Most AWESOME Quote: Living with Yourself

Bestimmt habe ich hier wieder etliche geniale Zitate vergessen, die ich im Laufe des Jahres in den Reviews hier auf sAWE.tv eingebaut habe, aber irgendwie hängen geblieben ist dieser kleine harmlose Satz aus dem Netflix-Neustart „Living With Yourself“ (Review), in dem Hauptfigur Miles darüber nachdenkt, was sein Klon wohl gerade anstellt:

„What would you do if you were you…?“ (Miles)

Nachzuholen in 2020

So einiges! Die Watchlist wird länger und länger. Definitiv zeitnah wird das allerseitens als großartig beurteilte „Chernobyl“ aufgeholt. Dazu haben wir noch immer die dritte Staffel „GLOW“ in der Pipeline. Und, und, und…

In 2020 freue ich mich auf…

Aber das nächste Jahr dürfte genug parat halten, um das Abarbeiten der Liste zu erschweren. Seien es die hoffentlich bald nachgeschobenen weiteren neuen Folgen der vierten Staffel „Rick and Morty“, die zweite Staffel „Miracle Workers“ oder auch das Finale von „BoJack Horseman“. Sehr, sehr, sehr freue ich mich auch auf die neue Runde „Better Call Saul“ und dann gibt es ja noch so einige vielversprechende Neustarts. Sei es „Star Trek: Picard“, wo man selbst als Nicht-Trekkie wohl kaum drum herum kommt, „Avenue 5“ könnte was werden und mit „House of the Dragon“ könnte das erste „Game of Thrones“-Prequel starten.

Das dürfte nicht langweilig werden und wir haben voraussichtlich viel hier im Blog zu besprechen. Bis dahin und kommt gut rüber! Und vergesst nicht, meiner Tradition beizuwohnen, an Silvester die tolle „Limo“-Folge von „How I Met Your Mother“ (S01E11) zu sehen – besser als „Dinner for One“!

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