Ab heute drucken wir das Geld!

Serientipp: Haus des Geldes

Spoilerfrei

Autor: - 06.02.18
Serien

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Haus des Geldes. Der Titel sagt nicht viel und doch, wenn man einmal angefangen hat zu gucken, alles. Ich bin auf die Serie gekommen, weil ich auf Facebook einen Kommentar von einem Bekannten gelesen hatte, der diese Serie gefeiert hat. Das muss nichts heißen, denn eben dieser jemand hat auch American Gods gefeiert. Aber da er mich auf Breaking Bad und Dexter gebracht hat, wollte ich es mal versuchen.

Und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Seriensteckbrief

Deutscher Titel: Haus des Geldes
Originaltitel: La casa de papel
Produktionsland: Spanien
Originalsprache: Spanisch
Staffeln: 1 (geteilt in zwei Teile)
Folgen pro Staffel: 15 Folgen (im spanischen Original) / 21 (auf Netflix)
Deutsche Ausstrahlung: Dezember 2017 – April 2018
Verfügbar auf: Netflix

Wie fängt alles an…

Wir lernen Tokio kennen. Doch das ist nicht ihr richtiger Name, sondern wie alle anderen auch, hat sie einen Codenamen. Den richtigen erfahren wir nie. Und ziemlich schnell ist man auch schon im Geschehen. Tokio hat einige falsche Entscheidungen getroffen, die einen Banküberfall zu einem Mord und dem Tod ihrer großen Liebe verwandelte. Und von heute auf morgen war sie eine gesuchte Mörderin. Und dann traf sie den Professor.

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Und nein, hier beginnt nicht die Liebesgeschichte. Hier geht es um Geld. Denn der Professor hat seit vielen Jahren an einem Plan gefeilt. Und dafür braucht er natürlich – ganz im Stile der Ocean’s Eleven – eine Crew aus acht weiteren Kriminellen. Jeder mit besonderen Eigenschaften. Und jeder mit besonderen Wünschen. Und natürlich jeder mit einer eigenen Persönlichkeit.

Geld, Geld, Geld

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Alle bekommen vom Professor eines versprochen – mehr Geld als jemals zu vor. Mehr Geld als Breaking Bad hatte. Einfach viel, viel mehr. Milliarden. Und wie machen sie das? Sie überfallen die staatliche Banknotendruckerei – und ab hier macht der Titel Sinn! – und drucken sich das Geld einfach selbst. Und dass man dort nicht einfach so reinmarschiert, Geld druckt und wieder mit prallgefüllten Taschen geht, versteht sich von selbst. Sie brauchen einen Plan. Und sie brauchen Vorbereitungszeit. Fünf Monate. Neun Personen. Eine Villa. Und sonst nichts. Keine Ablenkung. Keine Außenwelt. Nur der Plan.

Und ab hier war ich schon überrascht. Denn wir haben alle schon Filme mit tollen Plänen gesehen. Und spektakulären Diebeszügen. Aber diese Serie ist einfach anders. Und einfach besonders. Denn statt mit den Vorbereitungen zu beginnen, springt sie direkt rein. Wir kennen keine der Hauptpersonen und müssen trotzdem direkt mit ihnen einbrechen.

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Und damit wird dem Zuschauer das Ausmaß des Plans bewusst. Denn dagegen ist Ocean’s Eleven ein Kinderbuch. Langweilig. Eindimensional gedacht. Der Professor scheint an alles gedacht zu haben. Sie sind bestens vorbereitet. Jedenfalls scheinen sie das.

Der perfekte Plan

Doch wie immer, ist kein Plan perfekt und es ist unheimlich spannend. Das Zusammenspiel zwischen den Kriminellen und der Polizei. Und gerade die beauftragte Polizeichefin Raquel Murillo hat privat noch ganz eigene Dämonen, mit denen sie zu kämpfen hat. Da passt der größte Raubzug der Geschichte Spaniens – oder gar der Welt!- nicht unbedingt rein. Und trotzdem kommt sie ihnen gefährlich nahe.

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Aber das war’s. Mehr Inhalt verrate ich nicht, schließlich soll es doch auch spannend bleiben. Meiner Meinung nach ist es eine sehr gelungene Abwechslung zu all den amerikanisch gewohnten Formaten und Serien. Gerade durch die spanische Mentalität und die – für mich – gelungene deutsche Synchronisation. Denn eben diese Mentalität, das feurige Temperament und die Sprache der Spanier geben der Serie eine eigene Note. Auch in der deutschen Fassung. Das macht Spass. Und ist mal erfrischend anders.

Helden gibt es immer

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Natürlich gibt es auch Charaktere, die mich zwischendurch sehr genervt haben. Vor allem, wenn wieder jemand den Helden spielen will. Aber das gehört dazu. Wie im wahren Leben gibt es immer Leute, die sich nicht nach unseren Erwartungen verhalten und damit eine Spannung aufbauen, die schwierig ist auszuhalten. Aber das macht es eben spannend. Das macht es lebendig. Dann schaue ich weiter zu – weil ich mich ärgere und sehen will, wie es für diese Person ausgeht. Weil ich verstehen möchte, warum sie das tut.

Fazit: Beste Diebes-Serie

Wie auch immer. Wenn ihr auf der Suche nach einer Diebes-Serie seid, die mit dem perfekten Plan wirbt und mit vielen, unterschiedlichen Charakteren einlädt, ein wenig kriminell zu sein, dann ist Haus des Geldes genau das richtige für Euch.

Ich bin sehr, sehr gespannt, wie es (zum Glück schon) im April weitergeht mit der ersten Staffel! Denn die letzte Folge ließ mich mit offenem Mund und dem Wunsch nach Auflösung zurück.

Also schaut mal rein, fiebert mit und feiert mit mir zusammen in ein paar Wochen die neuen Folgen…

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