Serien-Feature: Neues Projekt von TWD-Erfinder Robert Kirkman

Outcast

Mini-Spoiler
Michael
09.04.15

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Seit vergangenem Jahr hat The Walking Dead-Erfinder Robert Kirkman eine zweite Graphic Novel-Reihe am Start: Outcast heißt die Horrorserie, die wie The Walking Dead im amerikanischen Verlag Image Comics/Skybound (übrigens von Kirkman gegründet) erscheint, hier im deutschsprachigen Raum bei Cross Cult. Der Abo-Sender Cinemax (dort läuft unter anderem die von mir sehr geschätzte Serie The Knick oder die von Maik gern gesehene Serie Banshee) hat sich die Rechte an dem Stoff gesichert. In Deutschland wird FOX die Serie lizenzieren.

Worum geht’s bei Outcast?

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Die Geschichte spielt in West-Virginia, in der heutigen Zeit. Im Mittelpunkt steht Kyle Barnes, der eine schwere Kindheit hinter sich hat und unter anderem von seiner Mutter schwer misshandelt wurde. Das hat wohl auf ihn abgefärbt, denn als Erwachsener wird er von seiner Frau und seiner gemeinsamen Tochter verlassen, nachdem er diese angegriffen hat – bzw. angegriffen haben soll, besser gesagt. Kyles Aggressionen richten sich nämlich tatsächlich gar nicht an die Menschen in seiner Umgebung, sondern vielmehr gegen Dämonen, die von ihnen Besitz ergreifen. Fixpunkt der Dämonen, und damit von Kirkmans Geschichte, scheint Kyle zu sein: Alle Besessenen sehen in ihm einen Outcast. Über bislang acht Folgen hat Kirkman die Geschichte von Kyle erzählt. Neben dem Hauptprotagonisten gibt es einige Nebenfiguren, die Kirkman in den bisherigen Folgen interessant entwickelt. Ein Verbündeter von Kyle ist Detective Luke Masters. Dieser befindet sich nicht im Dienst, nachdem seine Frau von seinem besten Freund ermordet wurde, und ist Fällen auf der Spur, mit denen es auch Kyle zu tun bekommt: Er spürt Fälle auf, in denen Menschen plötzlich nicht mehr sie selbst waren. Dann gibt es noch Megan und Mark – sie wurde von Kyles Eltern adoptiert und ist Kyle stark verbunden, was ihr Mann Mark durchaus kritisch sieht. Und dann gibt es da noch Reverend Anderson, ein durchtriebener Geistlicher mit vielen Gesichtern, der nachts gerne mal pokern geht, derweil er tagsüber Dämonen austreibt. Und dann gibt es da noch den achtjährigen Jungen Joshua, der eine merkwürdige Beziehung zu Kyle hat und mutmaßlich von einem Dämon besessen ist.

HBO-Tochter Cinemax bringt Outcast als Serie

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Outcast ist anders gestrickt als der so erfolgreiche Stoff von Robert Kirkman. Geht’s bei The Walking Dead ums gemeinsame Überleben in der Gruppe, fokussiert sich der Autor bei Outcast vor allem auf die Individuen. Robert Kirkman hat auf jeden Fall seinen Spaß an der Serie:

I think Kyle Barnes is every bit as compelling as Rick Grimes and demonic possession is way scarier than zombies — so this is going to be fun.

Die Geschichte wird spannend erzählt – und sieht auch im Comic gut aus, da Paul Azaceta wieder mit an Bord ist. Er hatte schon die Bände von The Walking Dead gezeichnet, sich dann aber im Streit von Kirkman getrennt. Cinemax ist auf jeden Fall nach den ersten acht Bänden (The Walking Dead befindet sich mittlerweile bei Band 139) von Outcast so angetan, dass man sich den Stoff gleich sicherte, um ihn als Serie umzusetzen. Cinemax ist bei Serienfreunden vor allem bekannt geworden durch die Produktion von Banshee und The Knick. Mit Blick auf diese Produktionen scheint Cinemax als produzierender Sender wirklich gut zu passen – wäre schön, wenn Outcast inhaltlich und optisch ähnlich ansprechend umgesetzt würde. In Deutschland wird die Serie bei FOX zu sehen sein – der The Walking Dead-Sender hat sich die Rechte gesichert.

Auch zum Cast kann man schon etwas sagen: Patrick Fugit („Gone Girl“) wird die Rolle von Kyle Barnes übernehmen, Philip Glenister wird Reverend Anderson darstellen. Weitere Darsteller sind Gabriel Bateman („Stalker„), Reg E. Cathey („House of Cards“), Julia Crockett („Law & Order: Criminal Intent“), Wrenn Schmidt („Boardwalk Empire“) und Kip Pardue („Ray Donovan“). Regie bei der Pilotfolge wird Adam Wingard führen, der bisher vor allem im Filmgeschäft unterwegs war. Robert Kirkman wird Showrunner und ausführender Produzent, The Walking Dead-Produzent David Alpert unterstützt ihn. Die erste Staffel wird wohl zehn Folgen haben, also im Stil von True Detective zum Beispiel.